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Regling: Athen braucht kein frisches Geld
Klaus Regling ist Chef des Rettungsfonds ESM. Foto: dpa
Euro

Regling: Athen braucht kein frisches Geld

Der ESM-Chef sieht die Lage im Währungsverbund nicht so schwarz. Portugal aber macht ihm Sorgen.

28.10.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Für Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, ist derselbe vier Jahre nach seiner Gründung eine Erfolgsgeschichte. „Ohne den ESM hätten einige Länder die Euro-Zone verlassen müssen“, sagte Regling vor Wirtschaftsjournalisten. Der 66-jährige Deutsche ist überzeugt, dass Griechenland nach dem Ende des zweiten Hilfsprogramms im Sommer 2018 keine weitere Unterstützung benötigen wird. Athen habe derzeit kein Schuldenproblem. Allerdings macht sich Regling um Portugal Sorgen wegen des Haushaltsdefizits, der Lage der Banken und des Zurückdrehens von Reformen.

Generell sind aber Portugal, Irland, Spanien und Zypern für den ehemaligen Finanzstaatssekretär Erfolgsgeschichten. Er ist überzeugt, dass die ESM-Programme nur deshalb gewirkt haben und wirken, weil sie mit strengen Auflagen verbunden sind. „Wir haben die Länder zu ihrem Glück gezwungen und auf das Reformgleis gebracht.“

Regling betont aber auch, dass Reformen, die Kürzung von Staatsausgaben und Steuererhöhungen vor allem die Mittelschicht und die Ärmeren treffen. Wohlhabende könnten sich dem allem leichter entziehen. „Ein Reeder in Griechenland hat eben 20 Bankkonten im Ausland.“

Der ESM hat seit 2010 Kredite in Höhe von insgesamt 265 Mrd. EUR vergeben. 173,5 Mrd. EUR bekam Griechenland. Insgesamt könnte der ESM Hilfskredite im Volumen von 700 Mrd. EUR vergeben. Im Schnitt verlangt er dafür Zinsen von rund 1 Prozent pro Jahr, bei einer Laufzeit von 40 Jahren ist der Zins mit 2 Prozent am höchsten. otr

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28.10.2016, 06:00 Uhr

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