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Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

Reinhold Fink

Reinhold Fink ist Chemiker. Das letzte Mal, dass er im Labor gearbeitet hat, liegt allerdings so lange zurück, dass er sich gar nicht mehr daran erinnern kann. Vermutlich war es während seiner Studienzeit. Denn schon früh hat sich der heute 49-Jährige der Theoretischen Chemie zugewandt.

04.08.2012

Genauer: dem Fachbereich der Chemie, der im Computer simuliert, wie sich Moleküle in bestimmten Situationen verhalten. Zum Wintersemester wurde er an die Tübinger Universität auf die Professur für Computational Physical Chemistry berufen.

Besonders interessiert Fink, wie sich organische Farbstoffe verhalten, wenn Licht auf sie fällt. Eine Konstellation, die sich äußerst sinnvoll nutzen lässt: in Form von organischen Solarzellen. So ist Fink auch überzeugt davon, dass organische Solarzellen „gute Chancen haben, Strom zu konkurrenzfähigen Preisen zu liefern“.

In seiner Arbeitsgruppe erforscht Fink die Eigenschaften potenzieller Kandidaten für organische Solarzellen. Deren Funktionalität, etwa die Art, wie sie Ladung weiterleiten, ist bislang nicht gut verstanden – obwohl bereits die ersten dieser Materialien in der Anwendung sind. „Wie müssen die Schichten solcher Solarzellen beschaffen sein? Wie ist die Energiewanderung? Welche Moleküle können das vielleicht noch besser?“ Mit solchen Fragen bilden Fink und sein Team eine Gelenkstelle zwischen der Grundlagen- und der anwendungsorientierten Forschung.

Vorstellen müsse man sich solche organischen Solarzellen „wie Chips tüten“: Es sind Folien, die mit Schichten verschiedenster Materialien bedampft sind. Um organische Solarzellen zu produzieren, könne man die Stärke der Chemie nutzen, sagt Fink, nämlich kostengünstige Produkte in großer Menge herzustellen. Binnen absehbarer Zeit werde man deshalb in der Lage sein, mit organischen Solarzellen Strom zu einem Preis von rund 10 Cent pro Kilowattstunde zu produzieren – und damit wesentlich günstiger als die bisherige Solartechnologie.

„Es ist wichtig, dass wir uns auch an der Universität damit beschäftigen, wie wir fossile und mineralische Ressourcen als Energiequellen ablösen“, sagt Fink.

an / Bild: Bachmann

Reinhold Fink

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04.08.2012, 12:00 Uhr

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