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Karibisches Outfit auf Captain Sparrow

Reitsport: Nach international gutem Beginn reicht es Michael Jung gestern in Stuttgart nur zu Platz 16

Mit einem fünften Platz startete Michael Jung auf dem Schimmelwallach Sportsmann hervorragend in die internationalen Springen. Das war’s allerdings. Weitere Top-Resultate sollten für den neuen Botschafter des German Masters-Turniers in der Schleyer-Halle nicht herausspringen.

24.11.2014
  • Frank Häusler

Stuttgart. Michael Jung von der RSG Altheim zählt zu den weltbesten Reitsportlern. In seiner Paradedisziplin Vielseitigkeit kann dem 32-jährigen kaum einer etwas vormachen. Das stellte er mit einem Sieg im Gelände-Hallenderby zum Auftakt dieses Weltklasseturniers in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle eindrucksvoll unter Beweis. Gesattelt hatte der Altheimer seine im Spätsommer bei den Weltreiterspielen zum Einsatz gekommene Rocana (9) und gewann vor drei Neuseeländern.

Dann nahm das 30. German Masters Tag für Tag mit internationalen Wettbewerben gehörig an Fahrt auf. Quasi überall mit Michael Jung. Wenn nicht im Sattel sitzend, ständig anderweitig beschäftigt. „Ich bin neuerdings einer der German Master-Botschafter“, verriet der Ausnahmereiter. Leicht zu erkennen am langjährig unveränderten Logo dieses Reitturniers, das der Vielseitigkeitsolympiasieger nun zukünftig ständig an seinem Turnier-Outfit tragen wird. Das markante Logo, mit einem schwarzen und einem roten Pferdekopf, trug Jung in Stuttgart erst am zweiten Turniertag. Etwa auf seinem derzeit besten Springpferd im Stall, dem Schimmelwallach Sportsmann. Auf dieses Paar wartete zum Auftakt der internationalen Tour eine besonders schwere Springprüfung, die erste Qualifikation des German Masters. Nur die weltbesten Springreiter gingen an den Start und Pius Schwizer, vor zwei Jahren Gewinner des German Master-Finales, ritt den S-Sieg in die Schweiz. Doch aus deutscher Sicht sorgte Michael Jung als starker Fünftplatzierter zweifelsohne für die Überraschung. In solch einer Weltcupspringprüfung, inmitten derart vieler Weltklassespringreitern auf ihren besten Pferden, ist auch der Allrounder aus Altheim bis dato nicht häufig unterwegs gewesen. Das wusste das größtenteils fachkundige Publikum sofort und sorgte nach einer famosen Nullfehlerrunde für tosenden Applaus.

„Die zweite Qualifikation für das German Master-Springen und folglich das Finale am späten Freitagabend hatten wir bis dahin gar nicht auf dem Schirm“, gestand anschließend Michael Jungs Vater Joachim Jung. Der Reiter beließ es vernünftigerweise dabei. Das von Ludger Beerbaum (Riesenbeck) gewonnene German Master-Finalspringen, gestand Michael Jung, sei für Sportsmann ohnehin eine Nummer zu schwer gewesen.

Der gestrige Große Preis, ein packendes Fünfsterne-Weltcupspringen mit dem neuen Stuttgart-Champion William Whitaker aus Großbritannien vorneweg, sowieso. Bis auf Vorjahressieger Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen), mit einem Springfehler im Normalumlauf an 16. Stelle gelandet, blieben weitere Baden-Württemberger allesamt außen vor.

Michael Jung blieb somit auf dem Stolzenberg-Nachkommen Sportsmann nur ein internationales Samstags-S-Springen. Das allerdings endete für den 32-Jährigen vorzeitig. Das Springpferd verweigerte an einem breiten Oxer und da zuvor zahlreiche Nullfehlerritte zu sehen waren, steuerte Michael Jung statt des Oxers prompt einen kleineren Steilsprung an, übersprang diesen und hob für die Jury kurz die Hand. Freiwillig aufgegeben.

Ganz anders sah das in einer internationalen Kostüm-Zeitspringprüfung aus. Ein neues Spring-Spektakel für das Stuttgarter Publikum, welches das bisherige Zweikampfspringen ersetzte. Ohne die Ansage des Hallensprechers hätten die Zuschauer einen angriffslustigen und perfekt verkleideten Michael Jung derweil nicht erkannt. Als „Captain Jack“ kam Jung in die Bahn. Und ihm blieb kaum etwas anderes übrig. Der Name seines siebenjährigen Youngsters lautet im offiziellen Pferdeverzeichnis schließlich Captain Sparrow. Für das Fluch der Karibik-Starterpaar von der RSG Altheim sprang mit einem Springfehler der 16. Platz heraus.

Reitsport: Nach international gutem Beginn reicht es Michael Jung gestern in Stuttgart nur zu Platz
Michael Jung mal ganz anders: Als Captain Jack war der Altheimer für die Zuschauer in der Schleyer-Halle kaum zu identifizieren. Bild: fh

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24.11.2014, 12:00 Uhr

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