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US-Präsident

Rennen um das Weiße Haus wird immer knapper

Hillary Clinton führt in Umfragen nur noch knapp vor Donald Trump. Diesem wiederum machen neue Skandale zu schaffen. Beide touren durch die umkämpften Staaten.

07.11.2016

Von PETER DE THIER (MIT DPA/EPD)

Wahlkonzert in Cleveland (Ohio): Hillary Clinton (links) mit Beyoncé. Foto: dpa/David Maxwell

Washington. Weniger als zwei Tage vor der US-Präsidentenwahl hat die demokratische Kandidatin Hillary Clinton in Umfragen ihren Vorsprung gegenüber dem Republikaner Donald Trump behaupten können. Das Rennen gilt aber als knapp.

Beide Kandidaten und ihre einflussreichsten Fürsprecher zogen während der vergangenen Tage durch die wichtigsten „swing states“. So steht in Staaten wie Florida, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Colorado und Iowa das Ergebnis auf der Kippe. Deren Wahlmänner (Elektoren) könnten entscheiden, wer 45. Präsident der USA wird.

In der Hoffnung, afro-amerikanische Wähler für seine ehemalige Außenministerin zu begeistern, hielt Präsident Barack Obama in North Carolina und Florida eine Serie leidenschaftlicher Reden. Obama sprach von einer „Schicksalswahl“, beschimpfte Trump als „einzigartig unqualifiziert“ fürs Amt und rief dem jubelnden Publikum zu, dass „die Zukunft der Republik in Euren Händen liegt“. Bei einem Konzert in Ohio warben die Popstars Jay Z und Beyoncé für Clinton.

FBI entlastet Kandidatin

Für Erleichterung im Clinton-Lager sorgte gestern Abend eine Nachricht der US-Bundespolizei. Das FBI teilte mit, dass eine Prüfung von neu entdeckten E-Mails keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der Präsidentschaftskandidatin ergeben habe. Es habe sich nichts an den Erkenntnissen vom Juli nach Abschluss früherer Ermittlungen geändert, schrieb FBI-Chef James Comey gestern an Kongressmitglieder. Bei den Untersuchungen ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten Server in ihrem Haus auch für dienstliche Korrespondenzen genutzt hat. Wäre dadurch die Sicherheit der USA gefährdet worden, hätte das zu einer Anklage führen können.

Trump hatte kurz zuvor noch gesagt, dass ein Wahlsieg der Demokratin die Nation „in eine Verfassungkrise stürzen würde“, da Clinton ständig im Mittelpunkt von Ermittlungen des FBI stünde. Auch wiederholte er die Behauptung, die Wahl könnte manipuliert werden, um seiner Gegnerin den Sieg zu schenken. Trump machen aber neue Vorwürfe zu schaffen, er habe vor zehn Jahren eine Affäre mit einem Playboy-Modell gehabt. Zudem berichteten mehrere US-Medien, seine Gattin Melania habe ohne gültige Arbeitserlaubnis in den USA als Modell gearbeitet.

Zu einem Zwischenfall kam es in Reno (Nevada): Wegen einer vermeintlichen Bedrohung holten Beamte des für den Personenschutz zuständigen Secret Service Trump während einer Rede von der Bühne. Ein Mann aus dem Publikum wurde festgenommen, kurze Zeit später aber wieder freigelassen.

Peter de Thier (mit dpa/epd)

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Erstellt:
7. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. November 2016, 06:00 Uhr

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