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Altersversorgung

Renten steigen nächstes Jahr um mehr als zwei Prozent

2017 dürfte die gesetzliche Rentenerhöhung erneut über der Inflation liegen. Gleichzeitig nimmt die Reformdebatte Tempo auf.

27.10.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Im Westen könnte die Rentenerhöhung Mitte nächsten Jahres 2,3 Prozent betragen, im Osten 2,58 Prozent. Die Deutsche Rentenversicherung Bund bestätigte, dass diese Zahlen ihrem Haushaltsplan 2017 zugrunde liegen, der vom Bundeskabinett abgesegnet wurde. Der Zuschlag wird allerdings erst im März 2017 endgültig festgelegt, wenn klar ist, wie sich die Löhne und die Beschäftigung in diesem Jahr entwickelt haben.

Am 1. Juli 2016 war die Steigerung mit 4,25 Prozent (West) und 5,95 Prozent (Ost) besonders hoch ausgefallen. Damit wurde nachgeholt, dass die Erhöhung 2015 aufgrund einer statistischen Änderung zu niedrig war.

Vielen Bürgern droht im Alter eine mangelhafte finanzielle Ausstattung, wenn sie nicht selbst mehr vorsorgen. Das geht nach Medienberichten aus dem neuen Alterssicherungsbericht hervor, den Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im November offiziell vorstellen will. Vor allem für Geringverdiener bestehe ein erhebliches Risiko. „Wird in diesem Einkommensbereich nicht zusätzlich für das Alter vorgesorgt, steigt das Risiko der Bedürftigkeit im Alter stark an“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ den Bericht.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warnte nicht nur die Union, sondern auch seine eigene Partei davor, sich im Wahlkampf in einen „Wettlauf um unbezahlbare Reformen“ zu begeben. „Gerade bei der Rente darf man nicht mehr versprechen, als man hinterher leisten kann“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Daher spreche einiges für eine Verständigung über das Rentenniveau nach 2030 noch vor der Wahl.

Am Freitagabend treffen sich die Spitzen von CDU und CSU bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt, um über das Konzept zu sprechen. Es wurde Stillschweigen vereinbart. Die Linken kritisierten das Rentenkonzept als „zynisch“, wenn die Bundesregierung Geringverdienenden empfehle, privat vorzusorgen. Der Rentenexperte der Grünen, Markus Kurt, forderte ein stabilisiertes Rentenniveau sowie eine steuerfinanzierte Garantierente, um Altersarmut zu verhindern. (mit dpa)

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27.10.2016, 06:00 Uhr

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