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Altersversorgung

Renten steigen um mehr als drei Prozent

Ruheständler profitieren vom Lohnzuwachs und von hoher Beschäftigung. Schon in einigen Jahren aber wird es enger.

21.03.2018
  • DIETER KELLER

Berlin. Zum 1. Juli steigen die Renten in Westdeutschland um 3,2 Prozent und im Osten um 3,4 Prozent. „Die gesetzliche Rente ist und bleibt die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Basis für die Rentenerhöhung zur Jahresmitte ist die Entwicklung der Löhne im Jahr zuvor. Sie stiegen 2017 im Westen wie auch im Osten um rund drei Prozent. Zudem wirkt sich positiv aus, dass die Zahl der Beschäftigten deutlich zunahm. Dies sorgte für eine zusätzliche Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte. Der „Standardrentner“, der 45 Jahre gearbeitet und immer durchschnittlich verdient hat, bekommt im Westen wie im Osten brutto 45 Euro im Monat mehr. Angesichts einer Inflation von aktuell 1,4 Prozent bleibt auch unterm Strich mehr übrig.

In absoluten Zahlen ist die Standardrente ab Juli im Osten mit 1381 Euro immer noch niedriger als im Westen mit 1441 Euro. Die Ost-Renten erreichen damit 95,8 Prozent des West-Niveaus. Die letzte Koalition hatte kurz vor der Bundestagswahl gesetzlich festgelegt, dass sie spätestens Mitte 2024 auf das gleiche Niveau steigen.

Mittelfristig droht sich die Rentenversicherung dagegen deutlich ungünstiger zu entwickeln als erwartet: Der Rentenbeitrag, der erst zu Jahresbeginn von 18,7 auf 18,6 Prozent gesenkt wurde, dürfte schon 2022 steigen und nicht erst 2023, weil die Reserven aufgebraucht sind, schreibt das Arbeitsministerium in der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Rentenexperten Johannes Vogel. Bereits 2024 dürfte er die Marke von 20 Prozent übersteigen.

Gleichzeitig droht das Rentenniveau, falls die Regierung nicht gegensteuer, bis 2025 auf 47,4 Prozent zu sinken. Die GroKo will es bei mindestens 48 Prozent halten. Grund für die schlechte Entwicklung sind die Pläne der schwarz-roten Koalition, die Mütterrente für Mütter mit mindestens drei Kindern zu erhöhen und die Renten für Erwerbsgeminderte zu verbessern. Die neue Regierung verteile teure Wahlkampfgeschenke, kritisierte Vogel.

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21.03.2018, 06:00 Uhr

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