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Respekt vor dem neuen Top-Torjäger
Spezieller Gruß: VfB-Stürmer Simon Terodde bejubelt Tore schon seit seiner Berliner Zeit so zackig. Foto: dpa
VfB Stuttgart

Respekt vor dem neuen Top-Torjäger

Nach Anlaufschwierigkeiten klappt es jetzt bei Simon Terodde: Gegen Bielefeld gelingt ein Dreierpack. Entscheidet er auch die richtungsweisende Zweitliga-Partie bei Ex-Klub Union Berlin?

18.11.2016
  • WS

Stuttgart/Berlin. Unmittelbar nach der Länderspielpause wird's sofort wieder spannend in der zweiten Liga. Der VfB tritt mit drei Siegen im Rücken zum großen Kräftemessen im Rennen um den Aufstieg am Sonntag bei Union Berlin an. Hält die Serie der zweitplatzierten Stuttgarter (25 Punkte) auch beim Tabellenfünften (20)?

Besonders im Fokus: VfB-Torjäger Simon Terodde und Union-Trainer Jens Keller. Terodde spielte von 2011 bis 2014 bei den Berlinern, der gebürtige Stuttgarter Keller war früher Profi bei den „Roten“ und von Oktober bis Dezember 2010 beim Intermezzo zwischen Christian Gross und Bruno Labbadia kurz Cheftrainer. Keller, 45, hatte vor der Liga-Pause mit Union beim 0:1 in Kaiserslautern den Sprung auf Platz drei verpasst. Nun soll im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei der vierte Heimsieg folgen. Um das zu schaffen, muss die Mannschaft des einstigen Abwehrspielers Keller vor allem Simon Terodde kaltstellen. Der Respekt vor dem Ehemaligen ist groß. Er hatte zuletzt beim etwas schmeichelhaften 3:1 gegen Arminia Bielefeld alle drei Treffer erzielt und sein Konto auf sieben erhöht. Der 28-Jährige kam als Zweitliga-Torschützenkönig zum VfB. Dass er nicht sofort wieder so oft traf, weckte die Nörgler unter den Fans. Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub aber ist er zweitbester Schütze der Liga und sagt von sich: „Ich versuche durch Leistung voranzugehen. Ich bin nicht der extrovertierte Spieler, der rumschreit.“

Auch wegen des langen Ausfalls von Daniel Ginczek waren die Erwartungen nach Teroddes Wechsel vom VfL Bochum groß, seine Startschwierigkeiten fielen deswegen auf. Doch spätestens seit seiner überstandenen Wadenverletzung übernimmt er die zugedachte Rolle voll. In jedem der drei vergangenen Spiele erzielte er einen Treffer, gegen Bielefeld dann sogar gleich jene drei auf einmal. Dass er etwas Zeit brauchen würde, war Terodde klar: „Ich bin ein Mannschaftsspieler und profitiere von der Spielweise. Ich lasse keine drei Mann aussteigen und hau' den Ball in den Winkel. Ich bin auf die Zuspiele meiner Kollegen angewiesen.“

Besonders gut klappt es mit Linksverteidiger Emiliano Insua, der drei Kopfballtore per Flanke vorbereitete. Seine Treffer bejubelt Terodde immer gleich, mit der flachen Hand an der Stirn. Militärisch wirkt der Gruß, hat aber eine andere, eine Berliner Geschichte: „Mit Union haben wir mal gegen Duisburg gespielt, ich habe ein Tor gemacht. Meine Eltern saßen auf der Tribüne, da habe ich sie mit dieser Geste gesucht. Das hat mir immer Glück gebracht“, sagt der 1,98-Meter-Mann aus Bocholt im westlichen Münsterland.

Die Berliner zählen für Terodde „sicher auch zu den Aufstiegsfavoriten“. Mit Damir Kreilach und dem derzeit verletzten Michael Parensen ist er noch gut befreundet. Auf dem Weg in die Bundesliga spielt die Sympathie für ehemalige Mitspieler, Fans und Klub aber keine Rolle. Terodde: „Klar habe ich schöne Erinnerungen, aber das ist ein eminent wichtiges Spiel. Wir wollen Berlin auf Abstand halten und uns einen Vorsprung herausspielen. Mein Ziel ist der Aufstieg. Aber durch Reden steigen wir nicht auf.“ Dazu braucht es Tore. Vor allem auch seine Tore. (mit dpa)

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18.11.2016, 06:00 Uhr

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