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Bautechnische Untersuchungen sind angelaufen

Reutlingen: Dem Formaldehyd auf der Spur

1966 ging das Rathaus in Betrieb, seit einer Woche wissen die Mitarbeiter über die Belastung durch Formaldehyd Bescheid. Im September wird der Bauausschuss über Ausmaß und mögliche Konsequenzen unterrichtet.

17.08.2012
  • Bernd Ulrich Steinhilber

Reutlingen. In 14 Räumen wurde bereits gemessen. Jetzt will es das Gebäudemanagement genau wissen. Seit gestern entfernen Handwerker in acht Büros Akustikdecken und Schränke. Anschließend soll auch hier gemessen werden. Liegen dann keine Emissionen mehr vor, ist die Quelle definiert. Vermutet wird sie in den Pressspanplatten aus den 60er-Jahren.

Darüber hinaus haben die bautechnischen Untersuchungen das Ziel, „die Sanierungstiefe festzulegen“, sagte bei einem Pressegespräch der städtische Gebäudemanager Jörg Viehl. Nach den acht Büros nehmen sich Andreas Hummel von Müller-BBM und Jochen Günther von Dress und Sommer die so genannten Sonderräume vor – Räume mit Publikumsverkehr, die über eine Belüftung verfügen wie Bürgeramt und Standesamt. Um aussagekräftige Vergleichswerte zu erhalten, werden sie in gelüftetem und in ungelüftetem Zustand gemessen. Die Hoffnung besteht, dass hier die Belastung unter dem Grenzwert liegt.

Vor der fälligen Sanierung behilft man sich auf dem Rathaus mit gründlichem Lüften. Das übernimmt eine Firma morgens vor Dienstbeginn, auch um die Nachtkühle zu nutzen. Danach sind Mitarbeiter angewiesen, ihre Büros pro Stunde mindestens fünf Minuten lang zu lüften. Die Werte, sagte Hummel, schwanken je nach vorherrschendem Klima um den Richtwert. Ab 25 Grad sei eine Dauerlüftung erforderlich.

Mit Jalousien die Wärme draußenhalten

Um die Sonne draußen und die Temperaturen niedrig zu halten, sind die Mitarbeiter angehalten, abends die Jalousien herunterzulassen. Hummel: „Jetzt müssen die Bauphysiker noch herausfinden, wie man den Wärmestau aus dem Gebäude herausbekommt.“ Wenn es ganz dick kommt, scherzt Cordula Walleit von der Pressestelle, gelte eine hausinterne Vereinbarung: „Sind draußen 30 Grad, kann man schon um 15 Uhr gehen.“

Reutlingen: Dem Formaldehyd auf der Spur
Auf der Suche nach Formaldehyd demontieren Handwerker die Decken. Das Übel wird in den Röhrenspanplatten aus den 60er-Jahren vermutet. Bild: Steinhilber

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17.08.2012, 12:00 Uhr

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