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„Grube“ wird rekultiviert

Revier- und Kreisförster legen Jahresbericht für Mössinger Forst vor

Kindergärten und Schulen in Mössingen können vom Frühjahr an das „Grüne Klassenzimmer“ nutzen. Auf dem Gelände der ehemaligen Erddeponie Grube läuft die Rekultivierung.

18.12.2014
  • Moritz Siebert

Mössingen. Wie üblich in der letzten Gemeinderatssitzung vor Weihnachten stellten Kreis- und Revierförster den Jahresbericht für den Mössinger Wald vor. Die beiden Revierförster Joachim Kern, zuständig für Kernstadt, Bad Sebastiansweiler und Belsen, und Jürgen Dilger, zuständig für Öschingen und Talheim, berichteten über aktuelle Projekte.

Das Plenum-Projekt „Grünes Klassenzimmer“ ist fast abgeschlossen. Dafür wurde die alte Pflanzschulhütte oberhalb vom Schafstall in Belsen renoviert. Die Hütte und das dazugehörige Gelände soll künftig von Schulklassen und Kindergärten für Umweltpädagogik genutzt werden. Im Frühjahr wird die Hütte eröffnet. Die Kosten für das Projekt liegen bei 7000 Euro und werden zu 50 Prozent bezuschusst.

In den Wintermonaten werden Bäume und Hecken auf der Wacholderweide am Farrenberg oberhalb des Talheimer Sportheims massiv zurückgeschnitten. Die Wacholderheide ist als FFH-Lebensraum (Fauna-Flora-Habitat) angelegt und damit besonders arten- und strukturreich. Nach dem Rückschnitt soll das Areal dauerhaft mit Schafen beweidet werden. Nur so ist eine Verbuschung der Biotope möglich. Die Pachtverträge wurden bereits angepasst.

Die Erddeponie Grube wird voraussichtlich noch in diesem Jahr rekultiviert. Auf der 3,5 Hektar großen Fläche soll ein Mischbestand mit Roterlen, Eichen, Elsbeeren und Hainbuchen heranwachsen. Insgesamt sind dort bereits 11 000 Pflanzen eingesetzt.

Alexander Köberle vom Kreisforstamt informierte über das laufende Kartellamtsverfahren: Demnach soll der Staatswald aus dem bisherigen Einheitsforstamt personell und organisatorisch herausgelöst werden. Die Umorganisation folgt aber erst 2017. Köberle teilte mit, dass das Kreisforstamt der Stadt ein Betreuungsangebot machen wird, in dem die Kosten und die Frage nach der Betreuung des Privatwalds berücksichtigt sind.

Im laufenden Jahr wurden im Mössinger Forst etwa 10.000 Festmeter gefällt: Ein verhältnismäßig geringer Einschlag, die Einnahmen durch Holzverkauf waren entsprechend geringer als geplant. Trotzdem hat die Stadt mit ihrem Forst einen leichten Überschuss von 52.000 Euro erwirtschaftet. Im kommenden Jahr planen die Förster mit 10.300 Festmetern Holzernte, allerdings mit weniger Gewinn. Die Kosten für Bestandspflege, Verwaltung und Wegeunterhaltung steigen. Für letzteres sind 30.000 Euro veranschlagt. Das Jahr 2013 hat die Revierförster bei Wegarbeiten wegen der Hangrutsche zurückgeworfen. Insgesamt betreuen die Förster im Mössinger Wald 94 Kilometer Weg.

Revier- und Kreisförster legen Jahresbericht für Mössinger Forst vor
11000 Pflänzchen stehen in den Startlöchern: Die ehemalige Deponie „Grube“ wird derzeit aufgeforstet. Bis im kommenden Jahr soll die rund 3,5 Hektar große Fläche rekultiviert sein.Bild: Franke

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18.12.2014, 12:00 Uhr

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