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Richtige Bauchentscheidung
Torhüter Silvio Heinevetter hielt vor allem in der Anfangsphase gegen Ungarn überragend und gab seinen Vorderleuten damit die Chance, einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Der war am Ende auch bitter nötig. Foto: Eibner
Weltmeisterschaft

Richtige Bauchentscheidung

Die deutschen Handballer sind mit einem schwer erkämpften 27:23-Sieg gegen Ungarn ins Turnier gestartet.

14.01.2017
  • SEBASTIAN SCHMID

Rouen. Dagur Sigurdsson hatte vor dem WM-Auftakt der deutschen Handballer seinem Team ein „schweres Stück Arbeit“ prophezeit – und der Isländer sollte Recht behalten. Bis der 27:23 (16:11)-Sieg gegen Ungarn feststand, mussten seine Akteure ganz schön rackern. Kein Vergleich zum mühelosen 29:19-Sieg von vor einem Jahr bei der EM.

Sigurdsson entschied sich, vor 5000 Zuschauer in der Kindarena im französischen Rouen Silvio Heinevetter beginnen zu lassen. Eine Bauchentscheidung, wie der Bundestrainer nach der Partie zugab – mit der er richtig lag. Der Keeper, der bei der EM 2016 noch aussortiert worden war, hielt vor allem zu Beginn fast alles, was auf seinen Kasten kam. Beinahe 50 Prozent der Würfe entschärfte er in Halbzeit eins. Eine unglaubliche Leistung, wie Ungarns Trainer Xavi Sabate neidvoll anerkennen musste. „Heinevetter war fantastisch. Er war der große Unterschied im Spiel.“

Es dauerte allerdings 20 Minuten, ehe die deutschen Mannschaft von den Glanztaten des Berliners profitieren konnte. In einer offenen und von beiden Teams nervös geführten Anfangsphase war es Niclas Pieczkowski, der mit seinem Treffer zum 9:7, der erst nach dem Videobeweis von den Schiedsrichtern gegeben wurde, die Initialzündung leistete. Bis kurz vor der Halbzeit zog der Europameister auf 16:9 davon, kassierte vor der Pause aber noch zwei Gegentreffer.

Trotzdem hatte Deutschland alles im Griff. Im zweiten Durchgang brachten ein paar Zeitstrafen und Fehlpässe den Favoriten aus dem Konzept. Gerade einmal zwei Treffer gelangen bis zur 45. Minute. Ungarn kam bis auf 16:17 heran. Die Abwehr stand nun nicht mehr so sicher und auch Heinevetter konnte sich nicht mehr wie zuvor in Szene setzen.

Dafür war im Angriff vor allem auf zwei Akteure Verlass, die sich zwischenzeitlich zwar auch eine kleine spielerische Auszeit gegönnt hatten, am Ende aber voll da waren. Kapitän Uwe Gensheimer, der zuletzt den plötzlichen Tod seines Vaters verkraften musste, glänzte als sicherer Siebenmeterschütze und war mit 13/8 Toren bester Akteur des Spiels. Neben dem Linksaußen zeichnete sich Rückraumspieler Kai Häfner mit sieben Toren aus.

Das kommende Spiel morgen (14.45 Uhr/live auf handball.dkb.de) gegen Chile (siehe Extra-Bericht) wird auf jeden Fall eine deutlich leichtere Aufgabe wie die Auftakthürde Ungarn.

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14.01.2017, 06:00 Uhr

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