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Beim Kompost leeren entdeckt

Ringelnatter-Eier in einem Garten am Farrenberg

Merkwürdig aneinander klebende Eier entdeckten Mössinger in ihrem Garten am Fuße des Farrenbergs, als sie am Montag den Kompost leerten – ein Ringelnatter-Gelege.

08.09.2010
  • Ernst Bauer

Mössingen. Gar nicht so selten hier in der Gegend, diese scheue Schlange mit ihren großen Schuppen und Halbmondflecken – die für Mensch und Haustier ziemlich ungefährlich ist. Doch es kommt nicht so oft vor, dass man auf ein ganzes Gelege von ihr stößt: meist mehr als zehn Eier, „Hahneneier“ sagten die Leute früher dazu.

Ringelnatter-Eier in einem Garten am Farrenberg
Die Eier vom Kompost in den Breitwiesen, drei Zentimeter groß.Privatbild

„Ich hab‘s auch noch nie gesehen“, sagte Elsa Reif gestern, als sie uns das Bild mit der Brut vorbeibrachte, über die sie und ihr Mann zunächst gerätselt hatten. Sie sind ausgesprochene Natur- und Gartenliebhaber, haben ein großes Grundstück in den Breitwiesen am Rande der Öschlesgärten, unterhalb des Farrenbergs. „Jetzt guck‘ mal, was da ist!“, sagte er zu seiner Frau, als er am Montag den Kompost ausräumte. Zum Glück hat das Ehepaar eine Tochter, die Biologin ist. Die konnte ihnen recht schnell die überraschende Mitteilung machen: „Es sind Ringelnatter-Eier!“ Typisch, wie sie aneinander kleben. „Die nutzen noch die Wärme.“ Die Ringelnatter, die auf der Roten Liste gefährdeter TIere steht, legt ihre Eier im Juli und August bevorzugt in organische Ablagerungen an Flüssen und Tümpeln, in Kompost- oder Misthäufen. „Die müssten eigentlich jetzt schlüpfen“, weiß Elsa Reif, der eine Ringelnatter „auch mal über den Fuß gelaufen ist – das ist aber schon ein paar Jahre her“.

Und was machen sie jetzt mit ihren Überraschungseiern? Lassen sie die kleinen Schlangen schlüpfen? „Selbstverständlich! Die muss man schützen“, sagt die Mössingerin. Ihr Garten am Fuße des Farrenbergs ist ein ideales Refugium für Nattern und andere Tiere, mit einem Teich in der Nähe. „Das ist ein wunderschönes großes Grundstück, da darf das auch leben.“

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08.09.2010, 12:00 Uhr

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