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Ritter aus Leidenschaft

Unser Tipp: Lieber mal den alten "Prinz Eisenherz" sonntagnachmittags im Pantoffelkino gucken.

Unser Tipp: Lieber mal den alten "Prinz Eisenherz" sonntagnachmittags im Pantoffelkino gucken.

A KNIGHT
USA

Regie: Brian Helgeland
Mit: Heath Ledger, Mark Addy, Rufus Sewell, Shannyn Sossamon, Paul Bettany

- ab 12 Jahren

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24.11.2015
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Nach Gladiatoren, Mumien, Sauriern und Schiffbrüchigen kommen nun also auch die alten Rittersleut zu neuen Hollywood-Ehren. Weil die zuletzt spärlichen Wiederbelebungsversuche des ehwürdigen Genres ("Prinz Eisenherz"-Remake, "Der 1.Ritter") arg schlappe Angelegenheiten waren, versucht es Brian Helgeland mit einem neuen Rezept.

Der oscar-dekorierte Drehbuchautor ("L.A. Confidental") zelebriert in seiner zweiten Regie-Arbeit das archaische Turnier-Ritual im Stil neuzeitlicher Showspektakel mit Anklängen an Rockkonzerte, Boygroup-Tumulte und Fußball-Schlachten. Wer mehr auf die alten Ritterfilm-Tugenden schwört, kommt aber schon auch auf seine Kosten. Nebst schnaubender Rosse und ausuferndem Lanzen-Gefuchtel gibt es selbstverständlich auch den verdammt gut aussehenden Helden (Heath Ledger), einen finsteren Schurken, stolze Weibsbilder und in gut Shakespearscher Manier eine Handvoll rechtschaffen komischer Nebenchargen.

Die Tonart - klassisches Pathos trifft auf modischen Pepp und gehobenen Klamauk - ist schon in Ordnung; die Komposition dagegen ganz schön ermüdend. Die altbackene Story (Dachdeckersohn schuftet sich mit Lug und Mut zum gefeierten Lanzencrack hoch) mag man ja noch als genreüblich hinnehmen. Wie sie sich mühselig vom Hauen zum Stechen schleppt und die zahllosen Turnierszenen in monotoner Choreografie heruntergeschrubbt werden, geht mit der Zeit jedoch schwer auf den Geist. Und warum es geschlagene 134 Minuten dauern muss, bis der Held sein von der ersten Einstellung an williges Frauenzimmer in die Arme schließt, bleibt vollends ein Rätsel.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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