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Blüten in Tüten

Rosenmarkt und Kunstgalerie zogen wieder die Massen an

Groß und Klein, Jung und Alt strömten am Sonntag durch die Mössinger Breitestraße und bevölkerten den Jakob-Stotz-Platz. Beim Rosenmarkt lockte die Königin der Blumen zahlreiche Besucher an – in natura, aber auch als Kunstobjekt .

21.06.2015
  • amancay kappeller

Mössingen. Die Rose machte Blumen- und Kunstliebhabern am Sonntag Beine: Gefühlt streifte wieder einmal die gesamte Mössinger Bevölkerung durchs Steinlach-Städtchen. Aber auch aus den Nachbargemeinden waren viele Besucher zu Gast. „Da hat’s Leit! Wenn de da et da bisch, hasch g’fehlt“, klärte ein Bodelshäuser einen Bekannten über die Wichtigkeit des Rosenmarkt-Events auf.

Blüten. Fast alles drehte sich auf dem Markt um Pflanzen und deren kunterbunt blühende Pracht. Im Mittelpunkt stand natürlich die Rose selbst. Zahlreiche Händler – insgesamt waren es fast 170 Stände – boten diese an. Zu haben waren Rosen verschiedenster Art, Farbe und Form. Die Rosenschule Stange aus Appen in Schleswig-Holstein hatte unter anderem englische und historische Rosen im Angebot. Die „Comtesse Cécile de Chambrillant“-Rose wartete etwa mit mittelgroßen, kugelig gefüllten und wunderbar duftenden rosa Blüten auf. Zu haben waren die unterschiedlichsten Exemplare, von der Strauch- bis zur Beetrose. Die Betzinger Garten-Baumschule Schlotterbeck lud zum Chillen im Holzliegestuhl ein. „Schee isch er ja, aber beim Aufschtande isch er et so g’schickt“, urteilte eine Testerin über die sich unerwartet bietende Sitzgelegenheit. Allenthalben erläuterten Pflanzenkenner Vorzüge dieser oder jener Gewächse. Bei der Martin-Luther-Kirche konnten Interessierte an Führungen rund ums Gotteshaus teilnehmen. Dort wachsen inzwischen bereits 140 Rosen in 80 Sorten.

Tüten. Den ganzen Tag über schleppten Pflanzen-Fans ihre ergatterten botanischen Schnäppchen davon, zum mehr oder weniger handlichen Transport in Tüten verpackt. Die Duft-Edelrose Gräfin Bettina wanderte ebenso in die Tragetasche wie die Romantik-Buschrose „Leonardo da Vinci“ oder die märchenhaft anmutende Beetrose „Gebrüder Grimm“. So mancher zog einen Handkarren hinter sich her, in dem er seine Schnäppchen verstaute. Neben Rosen gab es auch viele andere Pflanzenarten zu erwerben: Küchenkräuter, Kakteen, Balkonpflanzen und immertragende Erdbeeren waren nur einige davon. Zudem wechselten Rosen aus Keramik, Wachs, Filz oder Glas den Besitzer. Am Ende der Breitestraße boten geschäftstüchtige Kids „Muscheln aus Venedig“ in der eigenen Garageneinfahrt feil.

Rosenmarkt und Kunstgalerie zogen wieder die Massen an
Sieht gut aus, duftet auch so: Der Mössinger Rosenmarkt bot Genüsse für alle Sinne. Bild: Franke

Nasen. Nicht nur die Bienen, sondern auch die Menschen hängten im Vorbeigehen vielfach ihre Nase in die Rose. „Nehmen Sie ne Nase voll!“, forderte ein Standinhaber Interessenten zum schnellen Schnuppern auf. „Eine Prise Rose gefällig?“, warb ein Konkurrent. Geschnüffelt werden konnte nicht nur an Blumen, sondern auch an Kosmetik oder Kulinarischem. Cornelia Görlach aus Gönningen stellte Kakaobutter-Badekugeln in Rosenform aus, mit Duftnoten wie „Milch und Honig“ oder Zitronengras. Bei den Fellbacher Schnittrosen gab es Rosenblüten-Secco mit und ohne Alkohol. Rosenblütentee, Rosen-Limonade, Rosenzucker, -kakao, -senf, -essig oder -kaffee verkaufte Monika Rehm aus Tengen im Kreis Kon stanz. Auch Rosen-Risotto und Rosen-Nudeln hatte die Geschäftsfrau im Angebot. Wer sich auf Rosen betten wollte, erwarb ein Kissen mit Blumenaufdruck.

Sch(l)üssel. Der Schlüssel zum Glück lag für Garten-Fans am Sonntag oftmals auf der Wiese hinter der Gottlieb-Rühle-Schule. Gartenschmuck aller Art wartete dort darauf, an Mann oder Frau gebracht zu werden. Für jede(n) war etwas dabei: vom Gartenzwerg über die Rankhilfe in Tierform bis hin zur aufwändig bearbeiteten Schüssel. Schrottkunst konnte bei Garten-Ambiente Gerst aus Friesenheim bestaunt werden. Kinder freuten sich über einen mannshohen Hirsch, Krokodil, Adler und Kobra aus Blech. „Absolut der Hammer“, befanden die einen. „Net unbedingt des, was ich mir hinstellen würde“, war von den anderen zu hören. „Die G´schmäcker sind halt verschieden, auch in Sachen Garten“, lenkte ein älterer Marktbesucher ein.

Info Mehr Bilder vom Mössinger Rosenmarkt gibt es unter www.tagblatt.de und in der morgigen TAGBLATT-Ausgabe.

Für Barbara Muschler, die Vorsitzende des Mössinger Handels- und Gewerbevereins, lief auch der gestrige verkaufsoffene Sonntag parallel zum Rosenmarkt „super sensationell“. Das nicht zu heiße Wetter habe alle begünstigt, auch in der Gastronomie: Die Leute hätten Hunger und Durst gehabt. Bei den hohen Temperaturen im letzten Jahr gingen etwa alkoholische Getränke nicht so gut weg. Muschler freute sich nicht nur, dass die Mössinger Geschäftsinhaber und Standbetreiber viele Leute auf die Straßen und in die Geschäfte bekommen hätten, sie vermutet auch, dass mit zwischen 25 000 und 30 000 Besuchern dieses Jahr der Rekord geknackt worden sei. Besonders zwischen 13 und 14 Uhr habe es kein Durchkommen zwischen den Ständen mehr gegeben. Der Mössinger Rosenmarkt sei familienfreundlich, weil er keinen Eintritt kostet, so Muschler. Die Besucher strömten teils aus Oberschwaben, aus dem Bodensee- und dem Stuttgarter Raum nach Mössingen. Muschler begeisterte sich auch über den Flohmarkt in der Falltorstraße: Der entzerrte die Ströme der Flanierenden ein wenig.

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21.06.2015, 12:00 Uhr

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