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1899 Hoffenheim

Rote Karte, aber Wagner darf hoffen

Bundestrainer hat den Torjäger trotz des groben Aussetzers im Topspiel gegen Leipzig im Blick.

30.01.2017

Von DPA/SID

Schiedsrichter Wolfgang Stark (links) stellte Sandro Wagner vom Platz. Foto: dpa

Leipzig. Timo Werner trifft und siegt, Sandro Wagner tritt und fliegt. Das Duell der beiden derzeit erfolgreichsten deutschen Torjäger ging an den vom VfB Stuttgart ausgebildeten Jungprofi Werner aus Leipzig. Und es gab letztlich auch den Ausschlag für den 2:1-Erfolg der Sachsen im Bundesliga-Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim.

Sandro Wagner war nach 60 Minuten mit einer Roten Karte vom Platz geflogen. Doch selbst nach einem Tag zum Vergessen darf der 29 Jahre alte selbstbewusste Angreifer hoffen, dass sich sein großer Traum erfüllt. „Er hat zehn Tore gemacht, von daher kennen wir seine Qualitäten.“ Eine Einladung in die Nationalelf sei „durchaus denkbar“, sagte Löw im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Gefeierter Held in der Red Bull Arena war jedoch nach seinem elften Saisontor Timo Werner.

Wagner, der sich noch auf dem Rasen bei Ilsanker entschuldigte, musste den vierten Platzverweis seiner Bundesliga-Karriere im vierten Verein und die erste Niederlage von 1899 Hoffenheim in dieser Spielzeit verdauen. Das klar verlorene Duell mit Werner nahm er mit sportlicher Fairness, aber auch Wagner?scher Selbsteinschätzung hin. „Er spielt eine tolle Saison. Ich wünsche ihm alles Gute, er soll von mir aus 30 Tore machen“, sagte Wagner. „Wenn ich 31 mache“, fügte er lachend hinzu und bekräftigte noch mal, in seinen Augen der beste deutsche Stürmer zu sein.

Tatsächlich spricht mit Ausnahme der Tore etliches für den 29-Jährigen im Vergleich zum 20 Jahre alten Werner: Wagner benötigte 36 Torschüsse für 10 Treffer, Werner 39 für 11. Wagner gewann 49,2 Prozent von insgesamt 423 Zweikämpfen, Werner 42,2 von 301. „Klar sind die Tore am wichtigsten, mein Spiel definiert sich aber nicht nur über Tore.“

„Tagessieger“ Timo Werner nahm das Torjäger-Duell übrigens gelassen – und erwies sich als Diplomat. Der beste deutsche Stürmer für ihn sei immer noch Thomas Müller. dpa/sid

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Erstellt:
30. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2017, 06:00 Uhr

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