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TSG holt 0:2 auf – doch der FCR siegt noch

Rottenburg feiert in Tübingen ersten Saisonerfolg

Der FC Rottenburg hat das Duell der Stotterstarter gewonnen: Das 3:2 (2:1) gestern vor 350 Zuschauern bei der TSG Tübingen war der erste Saisonsieg für den Landesliga-Aufsteiger.

20.09.2010
  • hansjörg lösel

Tübingen. Ein verrücktes Derby: 30 Minuten lang sah der FC Rottenburg wie der sichere Sieger aus, das 2:0 durch Treffer des anfangs überragenden Thomas Schmidt (15., Foulelfmeter/28. Minute) schmeichelte eher noch der TSG. Die kam aber durch einen Kopfball von Felix Eggensperger zum 1:2 kurz vor der Pause zurück ins Spiel. Anfangs der zweiten Hälfte fand der FCR plötzlich nicht mehr statt, der Ausgleich durch Eggensperger (55.) nach einem Zuckerpass von Max Dreger war deshalb verdient. Tübingen schien jetzt sogar näher dran am Sieg, doch das 3:2 gelang Rottenburg: Der eingewechselte Özkan Kaplan bediente Marco Calderaro, der (64.) sicher vollendete.

Ball rutscht durch ein Loch aus dem Tornetz

Kuriosum am Rande: Nach dem Treffer zum 3:2 zerriss das Tor-Netz, der Ball rollte Richtung Fangzaun. Die Zuschauer rätselten: War der jetzt drin oder nicht? Calderaro jubelte, Schiedsrichter Michael Stügelmaier (Leonberg) zeigte nach kurzem Zögern zur Mitte. Von der TSG kamen auch keine Proteste – der Ball war eindeutig drin gewesen. Des Rätsels Lösung: Vor einer Woche hatte beim Spiel der TSG II ein Kicker das Netz lädiert, als er frustriert mit dem Schuh einen Riss hinterließ. Die Tübinger flickten das Netz zwar, doch Calderaros Schusskraft war es nicht gewachsen.

Das mangelhafte Tornetz ist aber die kleinste Sorge der TSG – diese Saison läuft einfach noch nicht rund bei den Tübingern. Das Fehlen der Leistungsträger Sebastian Knoll und Oliver Lapaczinski konnte das Team auch gestern nicht kompensieren. Besonders unglücklich verlief die Partie für den 20-jährigen Adrian Andacic, der in seinem ersten Spiel von Beginn an gelb-rot gefährdet war und noch vor der Pause ausgewechselt wurde. Immerhin zeigte die TSG nach dem frühen Rückstand Moral, deckte gleichzeitig Schwächen in der Rottenburger Defensive auf. Auch nach dem 2:3 drängte Tübingen mit Macht auf den Ausgleich, doch auch in der fünfminütigen Nachspielzeit ergab sich keine echte Tormöglichkeit mehr.

In der Tabelle hat der FCR die Tübinger damit überholt, bei den Rottenburgern war die Erleichterung über den ersten Sieg der Saison greifbar. Großen Anteil daran hatte Thomas Schmidt – dabei sollte der 24-Jährige, diese Woche erst aus dem Urlaub zurück gekehrt, eigentlich gar nicht spielen. Doch der für die Startelf vorgesehene Fabian Grammer musste nach dem Aufwärmen passen: eine Verletzung, die er sich am Samstag bei einem Einsatz als Umzugshelfer am Fuß zugezogen hatte, machte seinen Einsatz unmöglich. Schmidt wirbelte die TSG zu Beginn gehörig durcheinander, bis die Kraft ausging – doch der FCR hatte ja noch Calderaro.

Die Trainer-Stimmen

TSG Tübingen: Wagner, Annel, Dell‘Acqua (65. Divljak, Dreger, Müller, Michael Frick, Scholpp, Walk, Eggensperger, Andacic (37. Gottschalk), Glück (65. Daub).

FC Rottenburg : Wiech, di Raimondo, Silic, Schelling, Quasthoff, Ipek, Akkus (58. Mazzotta), Engraf, Aroutsidis (58. Özkan Kaplan), Schmidt (65. Hamidovic), Calderaro.

Michael Frick, TSG: Wir waren am Anfang zu passiv. Wir hatten uns vorgenommen, die Bälle zu erobern und schnell nach vorne zu spielen – aber das geht natürlich nicht, wenn man nur nebenher läuft. Unser Tor zum 2:1 war wie eine Initialzündung. Eigentlich hatten wir das Spiel ja schon gedreht. Zwölf Gegentore in fünf Spielen sind einfach zu viel.

Martin Wagner, FCR: Endlich gewonnen, da fällt eine Last ab – wir hätten es schon in den vier Spielen vorher verdient gehabt. Heute hat jeder Fußball mit Herz gespielt. Unerklärlich, warum wir nach einer halben Stunde aufgehört haben. Da muss es eigentlich schon 4:0 stehen. Zum Glück hat sich Marco dann selbst für sein starkes Spiel belohnt.

Rottenburg feiert in Tübingen ersten Saisonerfolg
Italienisches Duell: FCR-Torjäger Marco Calderaro (links) gegen TSG-Verteidiger Angelo dell’Acqua. Bild: Ulmer

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20.09.2010, 12:00 Uhr

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