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TVR II im Zweitliga-Verfolgerduell

Rottenburg gewinnt den Krimi vor der Fasnetsfeier

Volleyball-Zweitligist TV Rottenburg II hat die Niederlage im Spitzenspiel beim VC Gotha gut weggesteckt und im Verfolgerduell gegen GSVE Delitzsch durch das 3:2 (25:20, 30:32, 25:15, 18:25, 15:11) den zweiten Platz behauptet.

08.02.2010
  • Ibrahim Naber

Rottenburg. Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Bunte Latzhosen und Narrenkappen, wohin man schaut. Biene Maja im intensiven Gespräch mit einem Arzt. Auch Aladin ist mit seiner Wunderlampe unter dem Arm irgendwo unter den 250 feierlaunigen Gestalten auszumachen. Nein, es handelt sich hier nicht um Impressionen von der ZDF-Gala „Karneval hoch drei“. Viel mehr ist Pause in der Rottenburger Hohenberghalle beim Verfolgerduell Rottenburg II gegen Delitzsch, das 1:1 steht. Ein Teil der Zuschauer ist verkleidet und unterhält sich lebhaft über die große Faschingsfeier, die hinterher nebenan in der Festhalle ansteht.

Es war also kein TVR-Heimspiel wie jedes andere. Dabei boten nicht nur die Zuschauer im Fasnetsfieber eine einmalige Show, sondern vor allem auch die Volleyballer am Netz.

Nachdem Rottenburg den ersten Satz relativ locker mit 25:20 gewonnen hatte, vergab das Team im zweiten Abschnitt gleich sechs Satzbälle in Folge. Es kam, was kommen musste: Delitzsch verwandelte auf der Gegenseite gleich seinen ersten Satzball zum 1:1.

In der Folge entwickelte sich das Spiel zur erwarteten Topbegegnung zweier Teams auf Augenhöhe: Der TVR, angetrieben von Diagonalspieler Max Lake, entschied Satz drei mit 25:15 klar für sich. Vor allem in der Annahme zeigte sich das Team von Trainer Uwe Schröder im Gegensatz zu den vergangenen Partien stark verbessert. Hinzu kam, dass das Angriffsspiel über weite Strecken variierte und mit klaren Aktionen abgeschlossen wurde.

Umso erstaunlicher war dann der plötzliche Bruch im Rottenburger Spiel in Satz vier.

Delitzsch übernahm das Kommando auf dem Feld und fertigte den TVR mit 25:18 ab. Ausgerechnet Diagonalspieler Sebastian Reichenstein, vor dem Schröder Tage zuvor noch gewarnt hatte, drehte mächtig auf und spielte sich in einen Rausch.

Der letzte Abschnitt gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Erst als der überragende TVR-Mittelblocker Jonas Leidig zum 9:6 erhöhte, setzte sich Rottenburg erstmals klar ab und gab diese Führung bis zum Spielende nicht mehr aus der Hand. Schröder merkte man die Erleichterung nach Spielende deutlich an: „Wir haben aus den letzten Spielen gelernt. Dies war eine konzentrierte und überzeugende Leistung meines Teams. In den entscheidenden Momenten waren wir voll da. Ich bin sehr glücklich.“

Für Diagonalspieler Dominik Nuguspanov war vor allem die Stimmung in der Halle ausschlaggebend: „Die Zuschauer haben uns ungemein gepusht. Wir haben unsere Annahme stabilisiert und über die Mitte gut gepunktet. Jetzt wird gefeiert – aber so richtig.“

Rottenburg gewinnt den Krimi vor der Fasnetsfeier
Jubel vor dem Fasnetstrubel: Der TV Rottenburg II freut sich über das 3:2 gegen GSVE Delitzsch. Bild: Ulmer

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08.02.2010, 12:00 Uhr

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