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Kein Geschenk zum Trainer-Abschied

Rottenburger A-Junioren verlieren zweites Relegationsspiel

Aus der Traum: Die A-Junioren des FC Rottenburg schafften es nicht, dem scheidenden Trainer Klaus Reichert zum Abschied den OberligaAufstieg zu schenken. Nach der 3:0-Hinspielniederlage unterlag der FCR auch zuhause deutlich mit 1:5 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim.

25.06.2012
  • friedrich schmid

Rottenburg. So hatte er sich seinen Abschied vom FC Rottenburg eigentlich nicht vorgestellt: Der scheidende Rottenburger A-Junioren-Trainer Klaus Reichert kämpfte mit den Tränen, als er sich am Samstag nach dem Spiel noch einmal mit seiner Mannschaft auf ein Wort zum vergebenen Aufstieg und der zurückliegenden Saison zusammenfand. Zum letzten Mal.

Kurz zuvor hatte der 1. FC Heidenheim dem FC Rottenburg vor knapp 400 Zuschauern das fünfte Tor eingeschenkt und Schiedsrichter Norbert Fleischer mit dem Schlusspfiff den Heidenheimer Oberliga-Aufstieg perfekt gemacht. Für Reichert und sein Team platzte damit der Traum vom größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des FC Rottenburg überhaupt.

Die Frage, was für den Trainer in diesem Augenblick am Schlimmsten sei, wusste er gar nicht zu beantworten: „Der verpasste Aufstieg und der Abschied vom Team. Eigentlich alles“, schüttete er sein Herz aus, während im Hintergrund der Heidenheimer Drittliganachwuchs den Aufstieg in die Oberliga feierte – die Höchststrafe für den leidenschaftlichen Kämpfer Reichert. „Es ist fast unmöglich, Leute zu finden, die mit so viel Hingebung und Engagement wie Klaus eine Jugendmannschaft trainieren“, lobte Rottenburgs Jugendkoordinator Dietmar Weber seinen langjährigen, nun scheidenden Jugendtrainer.

Den verpassten Aufstieg jedoch nahm Weber nicht so schlimm: „Bei allem darf man jetzt nicht vergessen, dass die A-Junioren eine super Runde gespielt haben und Verbandsstaffel-Meister geworden sind. Auch wenn das momentan natürlich schwerfällt“, versuchte Weber, den zurückliegenden Erfolg in den Vordergrund zu rücken. „Ich bin der Meinung, dass wir im gesamten Jugendbereich das Optimum aus dieser Runde geholt haben.“ Doch auch das konnte Reichert und sein Team in diesem Moment nicht aufbauen – nicht, solange nebenan die Heidenheimer vorlebten, was für Reichert und „seine Jungs“ die Erfüllung der größten Träume bedeutet hätte.

Angebahnt hatte sich der Ausgang der Aufstiegsrelegation schon im Hinspiel: „Mit einer 0:3-Niederlage im Gepäck kann man natürlich nicht mehr viel erwarten. Aber die Hoffnung stirbt eben doch zuletzt“, sagte Reichert. Seinen Optimismus hatte er vor allem aus der Wiedergenesung der Leistungsträger Lennart Neuenhaus und Tim Weber gezogen, doch auch das genügte nicht: Einen umstrittenen Elfmeter verwandelte Heidenheims Elias Weichler nach 21 Minuten zur Auswärtsführung, womit das Ende einer in der ersten Hälfte eigentlich dominierenden Rottenburger Mannschaft fast schon besiegelt war. Zu allem Übel hatte der FCR auch noch Pech, als Weber aus zehn Metern ganz knapp am gegnerischen Tor vorbei schob (36.). Außerdem sah Schiedsrichter Fleischer ein Foul an Cihan Canpolat außerhalb des Strafraumes – auch hier hätte er Elfmeter geben müssen.

Zu viele Rückschläge hatte der FCR demnach hinnehmen müssen, als dass ein geschenkter und von Steffen Reichert verwandelter Elfmeter kurz nach Wiederanpfiff (48.) das Team wieder aufrichten hätte können: Rottenburg knickte ein und Timo Zimmer (55.), Manuel Illenberger (FE 59.), Borak Cotan (69.) und Marvin Gnaase machten den Heidenheimer Aufstieg perfekt.

Rottenburger A-Junioren verlieren zweites Relegationsspiel
Der Anfang vom bitteren Ende für die A-Junioren des FC Rottenburg: Der erst gerade nach langer Verletzungspause wieder genesene Lennart Neuenhaus (mitte) foult angeblich den Heidenheimer Marvin Gnaase (liegend). Daniel Nan (rechts) und Alexander Schirm sind konsterniert. Den Elfmeter versenkt Elias Weichler zur Heidenheimer 1:0-Führung. Bild: Ulmer

Neben der Zusammenarbeit zwischen Klaus Reichert und seinem Team geht nach der nun abgeschlossenen Runde für einen Großteil der FCR-A-Junioren auch die Zeit als Jugendspieler zu Ende. Wohin deren Weg führt, ist allerdings klar: „Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist groß und es werden voraussichtlich alle für unsere Aktiven spielen“, freut sich Dietmar Weber über den leistungsstarken Nachwuchs aus der Jugend. Nur Daniel Nann wird den FCR nach Gosheim verlassen, Lennart Neuenhaus geht ein Jahr nach Australien. Für Trainer Reichert hat das Trainerdasein erst einmal ein Ende – sein Herz werde aber auch in Zukunft noch für den FC Rottenburg schlagen, so Reichert.

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25.06.2012, 12:00 Uhr

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