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Neher übernimmt

Rottenburger OB strebt CDU-Kreisvorsitz an

Der Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher will die Führung der CDU im Landkreis Tübingen übernehmen. Der bisherige Kreisvorsitzende Klaus Tappeser hat bereits angekündigt, sein Partei-Amt niederzulegen, wenn er zum neuen Regierungspräsidenten ernannt wird.

26.09.2016
  • mi

Tübingen. Seit einer Woche steht fest, dass Klaus Tappeser, 59, sein neues Amt als Tübinger Regierungspräsident antreten kann. Der bisherige Stelleninhaber Jörg Schmidt (SPD) hatte sich zunächst juristisch gegen seine Versetzung in den Ruhestand gewehrt. Tappeser hat bereits angekündigt, demnächst sein Amt als CDU-Kreisvorsitzender und sein Mandat im Tübinger Kreistag nieder zu legen (wir berichteten).

Am vergangenen Mittwoch beriet der CDU-Kreisvorstand über die Nachfolge, berichtete Tappeser gestern auf Nachfrage. Der Rottenburger OB Stephan Neher, 42, der bisher einfacher Beisitzer im Kreisvorstand ist, kündigte seine Kandidatur für den Vorsitz an. Das habe das Gremium „einhellig begrüßt“, sagte Tappeser. Die bisherigen drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dirk Abel (Mössingen), Eugen Höschele (Tübingen) und Martina Müller (Rottenburg) hatten kein Interesse am Vorsitz angemeldet.

Sozusagen als letzte Amtshandlung wird Tappeser für Samstag, 19. November, einen außerordentlichen CDU-Kreisparteitag einberufen. Der soll Neher zum neuen Vorsitzenden wählen. Dass sich bis dahin noch weitere CDU-Mitglieder bewerben, hält Tappeser für „möglich, aber eher unwahrscheinlich“.

Neher führt bereits die CDU-Fraktion im Tübinger Kreistag. Bei der Wahl vor zwei Jahren war er Stimmenkönig seiner Partei – gewichtet nach Wahlkreisen. Da sei es „naheliegend“ gewesen, dass er nun auch den Parteivorsitz übernehme, sagte Neher gestern am Telefon.

Allerdings habe ihn auch „die derzeitige Situation der CDU“ zur Kandidatur bewogen. „Mir ist es wichtig, dass die Partei in der Mitte verankert bleibt und nicht versucht, den AfD-Sympathisanten nachzulaufen.“ Als Kreisvorsitzender wolle er sich häufiger als bisher auch zu landes- und bundespolitischen Themen äußern.

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26.09.2016, 19:10 Uhr

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