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Royaler Glanz in Berlin
Königin Silvia wird im Park von Schloss Bellevue von Kindern begrüßt. Foto: dpa
Schwedens Königspaar

Royaler Glanz in Berlin

Schwedens Königspaar Carl XVI. Gustaf und Silvia ist für vier Tage auf Staatsbesuch in Deutschland. Erste Station war gestern die Hauptstadt.

06.10.2016
  • DPA

Berlin. Kaum ein Staatsgast auf Besuch in Deutschland kann mit so viel Sympathie und Begeisterung rechnen wie das schwedische Königspaar. Auch der Bundespräsident verbindet mit Carl Gustaf und Silvia beste Erinnerungen. Nur das Wetter trübt den ersten Tag ein wenig.

Ein bisschen Wehmut wird sich kaum vermeiden lassen an einem solchen Tag. Vermutlich zum letzten Mal gibt Bundespräsident Joachim Gauck bei einem Staatsbesuch den Gastgeber. Wie schon so viele Male zuvor betreten er und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt den roten Teppich vor dem Schloss Bellevue und lächeln. In diesem Moment fahren die Gäste vor.

„Majestät, ein besonders herzliches Willkommen“, sagt Gauck zu Carl XVI. Gustaf, dem König von Schweden. Daniela Schadt begrüßt Königin Silvia wie eine alte Freundin. Beide mit leichtem Mantel und Hut, als hätten sie sich abgesprochen. Noch regnet es nicht.

Dann geht es seinen protokollarischen Gang, wie immer in den bald fünf Jahren, die Gauck im Schloss an der Spree seine Besucher empfängt – ob US-Präsident Barack Obama, die britische Königin Elizabeth, oder, zum Auftakt im März 2012, den mongolischen Präsidenten Tsakhia Elbegdorj. Wie immer der Eintrag in das Gästebuch, dann großer Auftritt im Park, wo das Ehrenbataillon der Bundeswehr wartet.

Die Nationalhymnen erklingen, Bundespräsident und König schreiten die Front der Soldaten ab. An der Seite schwingen Schüler Fähnchen, diesmal aus dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Berlin-Pankow, das einen regen Austausch mit Schweden pflegt.

Für Gauck und Schadt schließt sich mit dem Besuch ein Kreis, denn vor viereinhalb Jahren hatten sie das schwedische Königspaar in Stockholm besucht. Gerade für viele Menschen in der DDR sei Schweden immer ein „Sehnsuchtsland gewesen“, sagte Gauck damals. Und: „Die Deutschen lieben gekrönte Häupter.“

Aber Gauck wäre nicht Gauck, nutzte er die Gelegenheit des voraussichtlich letzten Staatsbesuchs seiner Amtszeit nicht zu einer politischen Botschaft. Beim feierlichen Staatsbankett am Abend spricht er die Flüchtlingsfrage an und fordert eine gerechtere Lastenteilung in Europa.

Was kurz kam, war das Bad in der Menge. Beim Abstecher des Königspaares zum Brandenburger Tor warteten nur wenige Schaulustige, darunter fähnchenschwenkende Kinder von der schwedischen Schule. Die Deutschen lieben gekrönte Häupter wohl doch eher, wenn es nicht regnet.

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06.10.2016, 06:00 Uhr

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