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Ausgeklügeltes System

Rudolphs Nasenheizung

Ausgelacht und diskriminiert wurde Rudolph das Rentier im Nordpoldorf des Weihnachtsmannes. Nur weil er eine rotglühende Nase hatte.

23.12.2016
  • ANDRé ANWAR

Stockholm. Als die Geschichte erstmals 1939 in Form eines Kindermalbuchs in Chicago erschien, konnte Autor Robert Lewis May nicht wissen, dass in ihr eine wissenschaftliche Wahrheit steckt. Zumindest im Ansatz.

Norwegische Wissenschaftler der Universitäten in Trondheim und Trömsö haben nun erstmals die Nasen von Rentieren im Detail untersucht. Dafür mussten die Vierbeiner auf Laufbändern in kälteregulierten Klimakammern traben. Untersucht wurde ihre Atmung. Und dabei stellte sich heraus, dass die Tiere Luft von minus 40 Grad auf plus 38 Grad umwandeln können – und zwar im Bruchteil von Sekunden im Nasensystem. Wenn die Luft die Lungen erreicht, ist sie bereits wohlig warm.

Wie das? Die innere Nasenoberfläche ist mit wasserhaltigem Schleim überzogen, der durch unzählige Blutäderchen erhitzt wird. Dieser Schleim erhitzt dann wiederum die Luft. Die Rentiernase kann aber noch viel mehr: Sie denkt auch an einen sparsamen Wasserhaushalt. Weil die arktische Luft sehr trocken ist, fügt das Nasensystem ihr beim Einatmen Feuchtigkeit hinzu. Vor dem Ausatmen entzieht es der Luft die Feuchtigkeit dann aber wieder, um nicht zu viel Wasser zu verlieren.

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23.12.2016, 06:00 Uhr

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