Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kommentar USA

Rückkehr der Weltpolizei

Kaum eine Woche ist es her, da lebte Donald Trump noch in einer völlig anderen Nahost-Welt, ganz nach seinem Geschmack: einfach, schwarz-weiß und übersichtlich. Sogar Syriens Diktator Baschar al-Assad ließ er offiziell bescheinigen, dieser habe aus Washington nichts mehr zu befürchten. Seit dem Giftgas-Massaker am Dienstag jedoch ist davon keine Rede mehr.

08.04.2017
  • MARTIN GEHLEN

Kairo. Plötzlich markiert Donald Trump rote Linien für Assad und ließ – anders als Vorgänger Barack Obama – seinen Worten tatsächlich Taten folgen. Die zivilisierten Nationen rief er auf, mit den USA das Abschlachten und Blutvergießen in Syrien zu beenden.

Assad dagegen war offenbar nach sechs Jahren mit Obama sicher, auch das Amerika des impulsiven Immobilienmagnaten werde wegschauen, wenn er jetzt noch die verbliebenen Rebellen zusammenschießt. Vielleicht waren es die Fotos von den erstickten Kindern, die Donald Trump erstmals begreifen ließen, dass er dem syrischen Gemetzel nicht einfach den Rücken kehren kann. Denn dann würden die USA es am Ende Leuten wie Assad und Wladimir Putin überlassen, was auf dem Globus überhaupt noch gilt an fundamentalen menschlichen Normen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

08.04.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball