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Rückkehr mit Schwung
Der 22-jährige Nationalstürmer Timo Werner, ein Stuttgarter Junge, kommt das erste Mal im Fußball-Trikot von RB Leipzig in die Mercedes-Benz-Arena. Foto: EIBNER/Bert Harzer
Fußball

Rückkehr mit Schwung

Der Ex-Stuttgarter und aktuelle Leipziger Angreifer Timo Werner besucht seine Heimatstadt. Ein lustiger Familienausflug wird es aber nicht.

10.03.2018
  • TGO

Stuttgart. Wenn morgen (15.30 Uhr/Sky) die roten Fußball-Bullen den Rasen der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena betreten, dann werden die Ohren der Leipziger klingeln. Weil es die obligatorischen Pfiffe und anderweitige Unmutsäußerungen gegen den Brauseklub geben wird. Vor allem aber, weil die Leipziger es schlicht nicht mehr gewohnt sind, sich in einer stimmungsvollen und lauten Stadionatmosphäre zu bewegen.

Der „Dosenklub“ hat zwei Jahre nach dem Bundesliga-Aufstieg erstmals mit der einen oder anderen sportlichen Delle zu kämpfen. Der Hype lässt nach, die Event-Zuschauer bleiben weg. Die Traditionalisten fühlen sich bestätigt. Ein Fußball-Klub, der zu Vermarktungszwecken gegründet wurde – das kann nichts werden. Doch sportlich? Bislang reicht es zu Platz sechs und einer ordentlichen Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinales in der Europa League.

Die Spieler des VfB dagegen kennen die Stimmung, die Atmosphäre in der eigenen Arena und fühlen sich mehrheitlich dadurch beflügelt. Noch mehr werden die Stuttgarter von der jüngsten Statistik stimuliert. Tayfun Korkut als neuer Trainer hat voll eingeschlagen. Davon zeugen die vier Siege und ein Remis.

Tayfun Korkut wäre nicht Tayfun Korkut, wenn er plötzlich laut jubeln würde angesichts seiner Erfolgsbilanz. Aber immerhin betont der 43-Jährige (und hebt bei der Aussage seinen Zeigefinger): „Der Weg zum Klassenerhalt ist kürzer geworden.“ Er wisse jedoch auch, dass 90 Minuten sehr lang sein können, dass der Weg zum Ligaverbeleib lang sein könne. Und deshalb: Gemach, nur selten auf die Tabelle schauen und einfach weiter arbeiten.

Dass wird der VfB bis zum Saisonende tun müssen, ganz besonders in den zwei Halbzeiten gegen Leipzig mit dem pfeilschnellen Schwaben Timo Werner, ein Stuttgarter Junge wie Korkut selbst. Der VfB-Trainer kann sich erinnern, dass er es als U-19-Coach beim VfB in einigen Trainingseinheit mit dem damaligen U-17-Nachwuchsspieler Timo Werner zu tun gehabt hat. Und all das, was den 22-jährigen Nationalstürmer heute schon auszeichnet, war damals zu erahnen gewesen.

Timo Werner hat am vergangenen Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen St. Petersburg gezeigt, dass er wieder in Schwung kommt. Sechs Bundeslig-Partien ohne Tor hatten erste Spuren bei dem Angreifer hinterlassen. Gegen Zenit traf er wieder und bereitete ein Tor zum 2:1-Sieg vor.

14 Jahre spielte Werner für den VfB und tritt nun in der Bundesliga erstmals gegen seinen Ex-Klub an. Lobeshymnen wie beim DFB-Auftritt in Stuttgart (6:0 in der WM-Qualifikation gegen Norwegen) erwartet Werner nicht: „Ich weiß, dass es nicht so sein wird. Aber der VfB ist ein besonderer Verein für mich, bei dem ich eine wichtige Zeit verbracht habe. Es werden viele Freunde und meine Familie da sein.“

Da trifft es sich gut, dass mit Mario Gomez auf Stuttgarter Seite ebenfalls ein Stürmer steht, dessen Leistungskurve nach oben geht. Der 32-Järige war in acht Rückrundenspielen an sechs von zehn VfB-Toren beteiligt. In den bisher fünf Spielen unter Trainer Korkut erzielte der Routinier vier Tore. „Ich weiß nicht, ob Mario Gomez ein Bewerbungsschreiben für die WM braucht. Ich bin sicher, dass auch Joachim Löw ganz genau weiß, was Mario kann“, sagte der VfB-Coach der „Stuttgarter Zeitung“.

Gomez, zuletzt beim 1. FC Köln zweimal erfolgreich, hatte im Laufe dieser Woche teilweise beim Mannschaftstraining gefehlt und stattdessen im Kraftraum trainiert. Das sei schlichte Trainingssteuerung gewesen, klärte Korkut auf. Dem Duell der beiden Schwaben steht nichts im Wege.

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10.03.2018, 06:00 Uhr

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