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Untergang einer Sport-Nation

Russische Athleten sollen aus IAAF ausgeschlossen werden

Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes hält heute eine Krisensitzung zu dem gigantischen Doping-Skandal in Russland ab. Der einst so großen Sport-Nation droht der Ausschluss aus der IAAF.

13.11.2015
  • DPA

Frankfurt Im größten Doping-Skandal der Leichtathletik-Geschichte hat die Führung des Weltverbandes IAAF für heute Abend eine erste Krisensitzung angesetzt. Es könnte eine Entscheidung über den Ausschluss der russischen Athleten aus der IAAF und von den Olympischen Spielen 2016 geben. Da der neue IAAF-Präsident Sebastian Coe bis heute eine Stellungnahme des russischen Verbandes zu den gravierenden Vorwürfen angefordert hat, könnte sich die Entscheidung aber noch herauszögern.

Seine eigene Tendenz hat der frühere Weltklasse-Läufer in dieser Woche schon einmal anklingen lassen. Er halte die Einbeziehung der Russen im Zweifel für besser als ihre Ausgrenzung, sagte Coe. Der öffentliche Druck auf dem 27-köpfigen Council der IAAF ist aber gewaltig, da nicht zuletzt die Ermittlungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in ihrem Bericht empfohlen hat, die Russen vorerst aus dem Weltverband auszuschließen. Dafür sprach sich der Chef der amerikanischen Anti-Doping-Agentur, Travis Tygart, aus: "Die betroffenen Athleten und ihre Trainer müssen bestraft und ihre Preisgelder sowie Medaillen zurückgegeben werden."

Russlands Präsident Wladimir Putin wehrte sich indes gegen eine mögliche "Kollektivstrafe". Sein Sportminister Witali Mutko forderte dagegen, "die Ehre der Athleten" zu verteidigen. "Wer nicht des Dopings überführt wurde, sollte an Wettbewerben teilnehmen", forderte Mutko. Multifunktionär Mutko wird im Wada-Report aber beschuldigt, selbst eine zentrale Figur des Dopingsystems zu sein. Es passt zum aktuellen Klima, dass die zweitgrößte russische Bank VTB gestern verkündete, ihren 2016 auslaufenden Sponsorenvertrag mit der IAAF nicht zu verlängern.

Russische Athleten sollen aus IAAF ausgeschlossen werden
Heile Welt: Russlands Staatschef Wladimir Putin und der Sportminister Witali Mutko (re.) besuchen Kampfsportler in einem Judo-Center in Sotschi. Foto: dpa

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13.11.2015, 12:00 Uhr

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