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Fußball

Russland und Fifa in großer Erklärungsnot

DFB, DFL und Politik sorgen sich um Pressefreiheit beim Confed Cup, der WM-Generalprobe 2018.

26.04.2017
  • STS

Moskau. Mögliche Verbote für Journalisten beim Confederations Cup haben eine Protestwelle ausgelöst und die Fifa sowie die russischen Organisatoren in Erklärungsnöte gebracht. Gut 50 Tage vor Turnierstart mahnen die Spitzen des deutschen Fußballs beim Weltverband Garantien für freie Berichterstattung an, Politiker kritisieren die Akkreditierungsbestimmungen und der Deutsche Journalistenverband greift zu einem drastischen Vergleich. „Das sind die Bedingungen einer Diktatur, die Angst davor hat, dass in den Medien kritische Berichte über das politische, wirtschaftliche und soziale Umfeld der Spiele erscheinen könnten“, schrieb DJV-Chef Frank Überall an Fifa-Boss Gianni Infantino.

Alles ein Missverständnis?

Beim russischen Organisationskomitee sprach man gegenüber unserer Zeitung von einem Missverständnis und verwies auf die Fifa, die für die Akkreditierung zuständig ist. Die Fifa versicherte, für sie sei Pressefreiheit das oberste Gebot. Medienvertreter durchliefen ein vereinfachtes Verfahren. Sie „können an den Spielorten und in den umliegenden Gebieten ohne jede Einschränkung arbeiten.“ Für Arbeiten in anderen Städten benötigten sie aber laut russischem Recht ein Korrespondentenvisum des Außenministeriums. Auch Witali Mutko, Chef des russischen WM-Organisationskomitees und Vizepremier, versicherte, die Akkreditierung begrenze die Journalisten nicht. „Es gibt für sie keine Verbote, sie können über alles schreiben, was sie wollen.“

„Ich habe über Europa- und Weltmeisterschaften berichtet und nie Einschränkungen bei der Akkreditierung erlebt“, sagte Aleksei Lebedew, Sportchef der Zeitung Moskowski Komsomoljez. Er glaubt, dass die akkreditierten Reporter in der Praxis sowieso nur in den Austragungsstädten arbeiten. Und sich thematisch auf den Fußball sowie das Geschehen Drumherum konzentrieren. sts

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26.04.2017, 06:00 Uhr

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