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Stuttgart

S21-Gegner hoffen auf Schadenersatz ohne Gerichtsentscheid

Nach der Entscheidung über die Unrechtmäßigkeit der Polizeigewalt gegen Stuttgart-21-Gegner im Herbst 2010 hoffen die Opfer auf eine außergerichtliche Einigung über Schadenersatz.

18.11.2015
  • dpa

Stuttgart. Man warte auf Signale vom Land, sagte Rechtsanwalt Frank-Ulrich Mann am Mittwoch im Verwaltungsgericht Stuttgart. Sein Mandant, der seit dem «Schwarzen Donnerstag» erblindete Dietrich Wagner, hofft zudem auf eine «Entschuldigung des Landes beim Volk» für das überharte und nun auch unrechtmäßige Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten.

Beim Polizeieinsatz am 30. September 2010 waren weit mehr als 100 Menschen durch Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke verletzt worden. Das Verwaltungsgericht Stuttgart erklärte das Vorgehen am Mittwoch für grundgesetzwidrig und zudem überzogen. Mit der Entscheidung des Gerichts steigen die Chancen der Opfer von damals auf Schadenersatz. Mann kündigte an, diesen vor dem Landgericht erstreiten zu wollen, wenn sich das Land nicht bewege.

S21-Gegner hoffen auf Schadenersatz ohne Gerichtsentscheid
Das Bauprojekt Stuttgart 21 am 25.06.2015 vor dem Hauptbahnhof in Stuttgart. Foto: Daniel Naupold

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18.11.2015, 12:00 Uhr

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