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Handball: Gelungene Heimpremiere in der Fremde

SG H2Ku erkämpft sich Punkt gegen TV Neuhausen

Vor ausverkauftem Haus feierte am Samstagabend Handball-Zweitligist SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen, kurz SG H2Ku genannt, nach großem Kampf im Lokalderby in der Tübinger Paul-Horn-Arena gegen den TV Neuhausen einen Punkt im ersten Saison-Heimspiel. Der Aufsteiger ertrotze ein 25:25 ( 12:14).

06.09.2010
  • Saban Uzun

Tübingen. Die Bundesliga-Volleyballer des TV Rottenburg machen es schon lange, die Basketballer der Walter Tigers sowieso und jetzt haben es auch die Handballer von Haslach/Herrenberg/Kuppingen getan: hochklassigen Bundesliga-Sport in der Tübinger Paul-Horn-Arena präsentiert. Es dauerte genau drei Minuten und fünfzig Sekunden, bis der SG H2Ku das erste Heim-Tor in der Zweiten Handball-Bundesliga gelang: Hörer Valentin war der Schütze zum 1:2-Anschlusstreffer in einer spannenden und hart umkämpften Partie, die am Ende leistungsgerecht unentschieden endete.

SG H2Ku holte kurz vor Schluss noch auf

Für den Punktgewinn mussten die Handballer der SG H2Ku allerdings schwer kämpfen – lagen sie doch bis neun Minuten vor Spielende im Prestigeduell noch mit drei Toren im Rückstand. Für die gute Stimmung in der Halle waren neben den Spielern auch die knapp 2300 Zuschauer verantwortlich: Diese waren zum Großteil Anhänger der SG H2Ku, doch auch die Fans des TV Neuhausen aus dem Ermstal waren in Scharen gekommen und sorgten mit ihrem Fanclub für ordentlichen Krach in der Halle.

Dass SG-Leiter Peter Kiener vor dem Spiel nicht nur mit Anhängern aus den beiden Handball- Hochburgen gerechnet hatte, erwies sich als gerechtfertig. Unter den Zuschauern waren auch parteilose Handball-Fans aus dem Tübinger Raum, die einfach nur ein Zweitligaspiel sehen wollten. Darunter auch Joana Schmidt, Sport-Studentin an der Uni Tübingen und aktive Handballerin der HSG Schönbuch: „ Das war ein gelungener Abend. Endlich gibt’s hier in Tübingen auch mal Handball der Spitzenklasse zu sehen. Volleyball und Basketball hab’ ich hier in der Paul-Horn-Arena schon einige Male erlebt. Doch beim Handball geht’s hier ja erst richtig ab“, zeigte sich Schmidt nach dem Spiel überwältigt.

Für manchen Zuschauer war das jedoch schon ein bisschen zu viel des Guten. Denn für die Tübinger, die sonst eher körperlosen Sport zu sehen bekommen, wirkt Handball sehr rau: „Handball ist sehr brutal und unfair, doch es war abwechslungsreich, mal was anderes hier in der Halle gesehen zu haben“, sagte deshalb ein Basketball-Dauerkartenbesitzer aus Tübingen.

Hinter dem Derby steckte viel Arbeit

Aber nicht jeder, der in der Halle war, bekam das Spiel auch tatsächlich zu sehen. Denn hinter so einem Event steckt auch viel Arbeit im Hintergrund, wie Heinz Altenburg aus dem Kassenteam der SG H2Ku bestätigte: „Es ist ein sehr großer Arbeitsaufwand. Wir stecken schon seit Wochen in der Vorbereitung. Die Arbeit hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Wir haben zwar mit vielen Zuschauern gerechnet und darauf gehofft. Dass allerdings so viele kommen, hätten wir nicht erwartet.“

Vor Spielbeginn, während der Vorbereitung, hatte er die Gelegenheit genutzt, die Arena genauer zu begutachten und zeigte sich angetan: „Die Halle ist wirklich sehr schön, doch die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig“, sagte Altenburg.

Dass Geschmäcker allerdings verschieden sind, zeigte sich auch hier einmal mehr. Den zahlreichen weiblichen Anhängern der SG H2Ku gefiel die Farbe so sehr, dass sie auch lange nach Spielschluss noch auf der Tribüne saßen und den Punktgewinn ihrer Handballer ausgelassen feierten. Wann sie mal wieder eine Gelegenheit dazu haben werden ist nämlich ungewiss: Die nächsten Heimspiele der SG H2Ku werden nicht mehr in Tübingen, sondern wieder in der Herrenberger Markweghalle ausgetragen.

SG H2Ku erkämpft sich Punkt gegen TV Neuhausen
Kraftakt im Lokalderby der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen (rote Trikots) gegen den TV Neuhausen in der Tübinger Paul-Horn-Arena: Oliver Hess (Mitte) im Anflug aufs Neuhausener Tor. Bild: Ulmer

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06.09.2010, 12:00 Uhr

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