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Handball: Vor dem Sieg das Wildsau-Essen

SG Tübingen unterliegt kampfstarker Gäu-SG mit 26:27

Die Bezirksliga-Handballer der SG Nebringen/Reusten haben das hart umkämpfte Derby gegen die SG Tübingen knapp mit 27:26 (15:16) für sich entschieden. Lange Zeit lag die Gäu-SG in Rückstand, doch am Ende bewiesen die Gastgeber die größeren Kraftreserven und machten den Derby-Heimsieg perfekt.

06.11.2012
  • Martin Schultheiss

Nebringen. Ein beachtlicher Sieg, denn schon am Vorabend war die Gäu-SG im Pokal über 60 Minuten gefordert (siehe unten). Vielleicht war der Mannschaftsabend nach dem Pokalerfolg – Trainer und Jäger Klaus Wanner hatte eine Wildsau geschossen und zum Essen geladen – das Erfolgsrezept zum Derbysieg.

Schon zu Beginn der Begegnung deutete sich an, dass die Zuschauer in der Gäufeldener Sporthalle ein intensiv geführtes Spiel beider Rivalen zu sehen bekommen würden. Den besseren Start erwischten die Gäste aus Tübingen, die aggressiv verteidigten und immer wieder vorlegten. Erfolgreich absetzen konnte sich das Team von Trainer Andreas Buttgereit erstmals Mitte der ersten Hälfte, als Thorsten Winkelmann zur 10:6-Führung für die Tübinger traf. Die Hausherren steckten nicht zurück und kämpften sich noch vor der Pause wieder heran: Dominic Brucker schaffte mit schnellen Toren den Anschluss, bevor Oliver Beck die erste Führung für die Gäu-SG erzielte. In einer hektischen Schlussphase des ersten Durchgangs sollten jedoch die Tübinger die Oberhand behalten, denn Marco Häberlen brachte die Gäste gleich zweimal erneut in Front. So führten die Unistädter zur Pause mit 16:15.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel zunehmend härter, die Schiedsrichter Beck und Engel schickten gleich vier Spieler binnen fünf Spielminuten vom Feld. Den ersten Treffer markierten, wie schon in der ersten Hälfte, die Tübinger, die den Abstand auf zwei Tore erhöhten (15:17).

Als den Tübingern in der Folgezeit beim Stand von 18:18 sogar ein 4:0-Lauf gelang, waren einmal mehr die kämpferischen Qualitäten der Wanner-Schützlinge gefragt. Zwei aufeinanderfolgende Beck-Tore und die Treffer von Weimer und Brucker brachten die SG Nebringen/Reusten zehn Minuten vor der Schlusssirene wieder auf Tuchfühlung (22:23). Auf eine Auszeit von Trainer Wanner folgte die zweite Führung des Spiels für die Heimmannschaft (24:23). Die Tübinger konterten noch zweimal. Doch als Johannes Eberle der Ausgleich gelang und Mario Müller 30 Sekunden vor dem Ende die 27:26-Führung markierte, tobte die Sporthalle. Bei den Tübingern ließen die Kräfte nach, eine Antwort blieb aus. So feierte die SG Nebringen/Reusten in einem spannenden Derby einen denkbar knappen 27:26-Heimerfolg gegen starke Tübinger und klettert vorerst auf den dritten Tabellenplatz.

Ein rundum zufriedener Trainer Klaus Wanner bilanzierte: „Erstmal muss ich meinem Torwart Jürgen Gauss ein großes Lob aussprechen, denn er hat heute unter Schmerzen gespielt und trotzdem super gehalten. Ich habe gewusst, dass Tübingen stark ist. Es war der bisher stärkste Gegner, denn sie sind auf allen Positionen gut besetzt und haben eine komplette Mannschaft. Hinten raus haben unsere Kondition und unsere gute Bank den Ausschlag gegeben, als Tübingen ein wenig nachgelassen hat. Es war ein richtig gutes Wochenende für uns.“

Das Resümee seines Gegenübers Andreas Buttgereit, Trainer der SG Tübingen, fiel dagegen deutlich nüchterner aus: „In Reusten ist es immer schwer, denn die Mannschaft kämpft bis zum Umfallen. Uns hat heute die mannschaftliche Geschlossenheit gefehlt, um das Spiel zu gewinnen. Unser Spiel war zum Ende hin von zu vielen Einzelaktionen geprägt. In dieser Phase hat uns Reusten gezeigt, wie es geht.“

SG Nebringen/Reusten: Gauss, Dehm; Brucker (4), Patz, Sebastian Eberle, Johannes Eberle (3), Bühler (2), Beck (7/3), Benjamin Weimer (2), Florian Weimer, Toth, Müller (3), Lock (4), Egeler (2)

SG Tübingen: Schäfer, Bechtel; Schopf (4), Schneider (5), Winkelmann (4), Maier (1), Hemmer (2/1), Hodyl (2), Oberascher (4), Feinauer (2), Häberlen (2)

SG Tübingen unterliegt kampfstarker Gäu-SG mit 26:27
Mit Kampf und viel Einsatz stoppten die Handballer der SG Nebringen/Reusten (im gelben Trikot Martin Egeler und Jonas Bühler) im Derby die Angreifer der SG Tübingen (in dieser Szene wird Jakob Hodyl geblockt). Bild: Rippmann

Mit einem standesgemäßen, wenn auch wenig sehenswerten 31:18 beim TV Rottenburg II zog die SG Nebringen/Reusten am frühen Samstagabend als letztes Team in die 2. Runde des Bezirkspokals ein.
SG Nebringen/Reusten: Jürgen Gauss, Marius Dehm, Toth (1), Müller (3), Lock (7), Bühler (1), Sebastian Eberle (3), Patz (2/1), Johannes Eberle (8), Egeler (1), Beck (1), Benjamin Weimer (2), Hörrmann (1), Florian Weimer (1)

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06.11.2012, 12:00 Uhr

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