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Wahlkampf

SPD und Union werben um Stimmen von Familien

In Nordrhein-Westfalen fordert die SPD-Prominenz Gratis-Kitas, für die Bundestagswahl hegt CSU-Chef Horst Seehofer ähnliche Pläne.

03.04.2017
  • DPA/AFP

Düsseldorf/München. Mit den Versprechen, Familien mit Kindern besser zu fördern, sind SPD und Union in den Wahlkampf im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gestartet. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) umriss in ihrer Rede beim Wahlkampfauftakt in Essen Kernpunkte ihres Regierungsplans für die nächste Wahlperiode: Gratis-Kitas für 30 Wochenstunden und die Wahlfreiheit für das Abitur nach acht oder neun Jahren Gymnasium gehören dazu, zusätzlich versprach sie jährlich 2300 Neueinstellungen bei der Polizei.

Für die Unionsparteien kündigte CSU-Chef Horst Seehofer in der „Bild am Sonntag“ ebenfalls „eine familienpolitische Offensive in Deutschland“ an. Nach Angaben der Zeitung wird über Gratis-Kitas ebenso nachgedacht wie über ein Kindersplitting und Finanzhilfen für die Babyausstattung. Auch Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) sagte: „Wir werden insbesondere Familien mit Kindern noch stärker unterstützen. Seehofer sprach nach eigenen Angaben bereits „mehrfach“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Pläne. Nach dem Bericht der Zeitung prüft die CSU derzeit fünf mögliche familienpolitische Maßnahmen, von denen zwei bis drei für das Wahlprogramm der Union ausgewählt werden sollen.

Merkel kritisierte am Wochenende Krafts Regierung vor allem bei der Inneren Sicherheit. Dort machten es „zig Bundesländer“ besser, sagte die Bundesparteichefin. Auch der Umgang mit den Kölner Silvesterübergriffen und dem Terrorfall Anis Amri zeigten: „Hier muss es besser werden.“

Für die SPD unterstrich Parteichef Martin Schulz die herausragende Bedeutung des Votums der rund 13 Millionen Wahlberechtigten in NRW auch für die Bundestagswahl. Wenn Kraft die Wahl in NRW gewinne, verheiße das auch: „Die SPD wird die stärkste Kraft in Deutschland, und ich werde Bundeskanzler“, rief er den jubelnden Genossen zu. dpa/afp

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03.04.2017, 06:00 Uhr

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