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Wohnprojekte fürs Alter

SPD und Volkshochschule laden am Samstag zu Workshops und Austausch ein

Wohnen im Alter – das heißt nicht zwangsläufig, alleine zu sein. Welche andere Möglichkeiten es in der Region bereits gibt, das wird bei einer Veranstaltung der SPD-Arbeitsgruppe 60 Plus und der VHS Tübingen am Samstag, 22. November, vorgestellt.

17.11.2014
  • SABINE LOHR

Tübingen. In Kiebingen gibt es den Verein „Dorfgemeinschaft“, der sich um die Alltagsbegleitung einer im Entstehen begriffenen Pflegewohngruppe kümmern will. In Dußlingen leben Jung und Alt in den „Lebensräumen“ zwar in getrennten Wohnungen, aber im selben Haus und helfen sich gegenseitig – ähnlich wie im Mehrgenerationenhaus „Solidarité“ im Französischen Viertel in Tübingen. Ein Wohnmodell wie das „Solidarité“ kann sich auch Werner Walser für sich und seine Frau in der Zukunft vorstellen. Walser, Vorsitzender des Tübinger SPD-Ortsvereins, ist 62 und damit im richtigen Alter, sich Gedanken übers Wohnen im Alter zu machen.

Das hat er gründlich getan: Als Mitglied der SPD-Arbeitsgemeinschaft (AG) 60 Plus, die sich schon seit langem mit diesem Thema beschäftigt. Die AG hat sich nicht nur eigene Gedanken gemacht, sondern kennt inzwischen viele Wohnmodelle in der Region, die sich besonders für ältere Menschen eignen.

Zusammen mit der Volkshochschule lädt die AG nun am kommenden Samstag, 22. November, zu einer Veranstaltung ein, bei der derartige Wohnmodelle und -projekte vorgestellt werden. „Wir hatten zuerst überlegt, Experten von außerhalb zu Vorträgen einzuladen“, sagt Walser. Doch in der Region gebe es ja bereits mehrere Projekte und auch Hilfsangebote.

Einige stellen sich am Samstag in halbstündigen Workshops vor – jeweils mit einem kurzen Referat und Zeit zum Fragen und Diskutieren. Weil die Veranstaltung aber auch dazu dienen soll, andere Interessierte kennenzulernen, gibt es neben weiteren Info-Ständen zu den einzelnen Angeboten und Projekten auch einen Kontakte-Stand, an dem man sich begegnen, kennenlernen und austauschen oder einfach seine Wünsche aufschreiben kann. „Es soll alles sehr niedrigschwellig sein“, sagt Werner Walser.

Am Ende ist ein etwa einstündiges Plenum vorgesehen. Dort können all jene zusammenkommen, die sich für die Entstehung neuer, ähnlicher Projekte einsetzen wollen. „Die Frage dort soll auch sein, ob man politischen Einfluss nehmen kann“, sagt Patricia Ober von der Volkshochschule.

Die Veranstaltung in der VHS, Katharinenstraße 18, beginnt um 10 Uhr mit einer Begrüßung von Werner Walser. Um 10.15 spricht Ulrike Dimmler-Trumpp vom Landratsamt über den Stand der Umsetzung des Kreisseniorenplans. Um 11 Uhr beginnen die Workshops, von denen einige parallel laufen.

Zum Start stellen Claudia Stöckl vom DRK und Oliver Sannwald vom Landratsamt vor, welche Hilfen zum Wohnen das DRK anbietet. Zeitgleich präsentiert Ingrid Gerth das Beginen-Projekt. Um 11.40 Uhr beginnen die Workshops über die „Arbeit der Beratungsstelle für ältere Menschen und deren Angehörige“ mit Bärbel Blasius und über die „Lebensräume für Jung und Alt in Dußlingen“ mit Cordula Schmidt-Körner. Um 13 Uhr stellt Michael Lucke das Kiebinger Projekt vor: „Ein Dorf übernimmt die Verantwortung für ältere Mitbürger/innen“. Zeitgleich geht es bei Ernst-Werner Briese vom Kreisseniorenrat um „Anforderungen an eine altersgerechte Wohnung“ und bei Angela Krohmer von der Samariterstiftung um das „Leben in einer Pflegehausgemeinschaft“.

Um 13.30 Uhr stellt Markus Traub eine selbstorganisierte Wohn- und Pflegegemeinschaft vor, zehn Minuten später beginnen die Workshops über die Technikbotschafter mit Hansjürgen Stiller vom Kreisseniorenrat und über das Mietshäuser-Syndikat mit Axel Burkhardt. Um 14.20 Uhr geht es um „Städtische Entwicklungsprojekte in Tübingen“ und um „Das Mehrgenerationenhaus Solidarité“. Um 15.20 Uhr beginnt das Plenum.

Info Die VHS bittet der besseren Planung wegen um Anmeldungen unter 0 70 71 / 56 03 29. Informationen zum Programm auf www.vhs-tuebingen.de

SPD und Volkshochschule laden am Samstag zu Workshops und Austausch ein
Das Beginenhaus in der Mauerstraße in Tübingen ist eines der Projekte fürs Wohnen im Alter, das am Samstag vorgestellt wird. Hier leben sieben Frauen in einer Hausgemeinschaft zusammen. Archivbild: Metz

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17.11.2014, 12:00 Uhr

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