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SV Hirrlingen feiert Jubiläum

HIRRLINGEN (kn). 75 Jahre besteht der Sportverein Hirrlingen. Mit 490 Mitgliedern ist er heute der größte Verein im Dorf. Mit Fußballturnieren und Schwof im Festzelt feiert der SV an diesem Wochenende auf dem Sportgelände.

09.07.2005

Renommierte Mannschaften aus der Region wie der SV 03 Tübingen und der TSV Ofterdingen spielen am Wochenende in Hirrlingen. „Die Kontakte bestehen noch aus Landesligazeiten“, erzählt der SV-Vorsitzende Herbert Biesinger. Elf Jahre, von 1982 an, spielte der SV mit kurzer Unterbrechung in der damals fünfthöchsten deutschen Klasse. Unvergessen, so Biesinger, sei der 4:1-Sieg gegen den SSV Reutlingen im WFV-Pokal mit Trainer Hubert Rammler in der Saison 1985/86.

Nach dem Abstieg in die Kreisliga A in der vergangenen Saison habe sich der SV „wieder hohe Ziele“ gesetzt, sagt Biesinger: „Unser Ziel ist der Aufstieg in die Bezirksliga.“

Fußball ist seit der Gründung 1930 die Hauptsportart beim SV. Mittlerweile werden aber auch Volleyball, Badminton, Nordic Walking und verschiedene Gymnastikgruppen angeboten. Die Jugendarbeit nennt Biesinger „gut“. Allerdings zieht es „immer weniger zum Fußball“. Sobald die jungen Kicker „in die Pubertät kommen, werden andere Sachen wichtig“, sagt der Vorsitzende. Ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit des SV sind Spieler wie Björn Straub. Der Hirrlinger spielt seit diesem Jahr in der C-Jugend des VfB Stuttgart, erzählt Biesinger.

Insgesamt beobachtet Biesinger ein abnehmendes Interesse an ehrenamtlicher Arbeit: „Vor 30 Jahren gab es mehr Freiwillige, heute muss man mehr Überzeugungsarbeit leisten.“ Der SV sei jedoch „in einer relativ guten Lage“.

Einen Profispieler brachte der SV bereits hervor. Josef Saile wechselte 1977 zum Zweitligisten Stuttgarter Kickers. Saile blieb dem SV dabei stets verbunden. Zu Landesliga-Zeiten spielte er wieder hier und arbeitete später als Trainer für den SV. Ein Bild von der bewegten Vergangenheit des Vereins liefert eine Ausstellung im Festzelt.

Karl Baur gründete den Verein 1930. Eine Art zweiten Geburtstag hatte der SV im Juli 1948 bei der Gründungsversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg. 1955 feierten Hirrlinger Fußballer mit einem 100-Tore-Sturm erstmals eine Meisterschaft, sie etablierten sich in der B-Klasse, der heutigen Kreisliga A.

Umziehen und Duschen mussten sich die Sportler bis zum Bau des Vereinsheims 1969 im Saal des Gasthauses „Adler“. 1981 erfolgte die Erweiterung des Sportheims. 1998 baute der SV das Sportgelände neben dem Platz am „Tuchhäusle“. Der frühere Tuchbleicheplatz diente den Fußballern seit 1931 als Trainingsort. 1974 wurde ein zweiter Platz unterhalb des Hauptspielfeldes gebaut.

Auch kulturell trägt der Verein zum Leben in Hirrlingen bei. Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg führten die Kicker Theaterstücke auf. Heute richtet der Verein den Sportlerball am Rosenmontag in der Eichenberghalle aus. Neben Spaß bringt dieses Engagement außerhalb des Platzes auch Geld für die Vereinskasse. „Wir müssen wirtschaftlich haushalten“, sagt Biesinger.

Mit einem optimistischen Blick nach vorn feiert der SV nun sein 75-jähriges Bestehen. Bereits gestern Abend begann die Feier mit einigen Fußballspielen und der Steinbruch-Disco im Festzelt.

Heute wird ab 10 Uhr gekickt; zunächst sind die Altherren dran, dabei sind auch Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde Hajós. Um 16.30 Uhr spielen ehemalige HSV-Spieler. Ab 20 Uhr ist ein Ehrungsabend im Festzelt. Am morgigen Sonntag geht‘s um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst weiter. Um 13.30 Uhr beginnt das Turnier der Aktiven, das Endspiel ist für 16.30 Uhr geplant. Abends zum Festausklang heizen die DJs Georg und Michael nochmals ein.

SV Hirrlingen feiert Jubiläum
Mehr als hundert Tore erzielte die SV-Meistermannschaft von 1955 und schaffte so den Aufstieg von der C- in die B-Klasse. Stehend von links nach rechts: Bürgermeister Eugen Huber, Vorsitzender Julius Deibler, Hans Zug (Cuy), Günter Radtke, Heinrich Lohmüller, Erwin Seelmann, Karl Deutschle, Fritz Beuter, Adolf Heizmann, Pius Glatz, Hans Zug (Hobby), Staffelleiter, Schiedsrichter. Vorne von links: Emil Beuter, Karl Wellhäuser, Fritz Maier.

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09.07.2005, 12:00 Uhr

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