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Das Mittwochs-Interview

SVW-Spielertrainer Fabio Gallinaro über seinen Rücktritt im Sommer

Nach recht erfolgreichen Jahren in der Fußball-Bezirksliga hat Wachendorfs Spielertrainer Fabio Gallinaro kurz vor der Winterpause überraschend seinen Rückzug zum Saisonende verkündet. Im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE erklärt der 38-Jährige die Gründe. Zudem verriet er, dass ihm die Entscheidung sehr schwer gefallen ist.

14.01.2015
  • Interview: Sascha Eggebrecht

SÜDWEST PRESSE: Herr Gallinaro, kurz vor Beginn der Winterpause haben Sie – für den Außenstehenden doch etwas überraschend – Ihren Rücktritt zum Saisonende als Spielertrainer des SV Wachendorf verkündet. Was sind die genauen Gründe?

Fabio Gallinaro: Ich hatte ein sportlich schweres Jahr und habe mir lange überlegt, diesen Schritt zu machen. Nach meiner Knieoperation im vergangenen Februar konnte ich immer nur mit Schmerztabletten spielen. Ich wollte dem Verein einfach Planungssicherheit geben, weil ich nicht genau sagen kann, ob das Knie hält oder nicht. Ich habe mich gut vorbereitet und werde nun mit der Mannschaft hoffentlich eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde haben.

Was ist aber, wenn das Knie doch hält?

Das weiß ich aber nicht. Es sind zwei paar Schuhe, Kraft- und Lauftraining zu machen oder aber auf dem Feld zu stehen. Zudem werde ich als Spielertrainer gemessen und da ist es nicht sinnvoll, dann als Trainer zu arbeiten. Ich will mich einfach ohne Druck auf die Rückrunde vorbereiten, daher bin ich diesen Schritt gegangen.

Wie ist die Entscheidung von der Vereinsführung aufgenommen worden?

Die Vereinsführung findet es wie ich schade. Die Überraschung war sehr groß. Aber ich denke, der Verein hat so eine gute Mannschaft, dass sie auch wieder einen guten Spielertrainer finden wird, der mit dem Team vielleicht den nächsten Schritt geht.

Der nächste Schritt wäre nach Platz drei und zwei in der Bezirkliga der Aufstieg in die Landesliga. Wäre es keine Herausforderung gewesen, den SV Wachendorf in die Landesliga zu führen?

Dies wäre natürlich eine große Herausforderung gewesen. Aber es ist auch schon eine große Aufgabe, die Mannschaft mittelfristig in der Bezirksliga zu etablieren. Wir hatten eine schwere Hinserie, mit einer langen Niederlagenserie. Ich habe auch den nächsten Fortschritt im Team vermisst. Welche Ziele soll ich als Trainer haben, wenn ich in der vergangenen Saison Zweiter geworden bin?

Eigentlich nur den Aufstieg. Also wollen Sie mit Ihrem neuen Verein auch mal Landesliga spielen?

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, weil ich im Moment viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt bin. Ich will auf jeden Fall noch versuchen, als Spielertrainer weiterzumachen, weil ich noch Lust und Freude am Spielen habe. Mit dem Team möchte ich auf jeden Fall mindestens auf dem fünften Platz landen. Wenn dies eintreffen sollte, hätten wir drei tolle Jahre in Wachendorf gehabt.

Warum haben Sie die Entscheidung eigentlich schon so früh bekanntgegeben? Es hätte ja auch erst eine Absprache mit der Vereinsführung geben können. Es gibt ja auch Beispiele, wo es nach der Bekanntgabe der Trennung vom Trainer im Team dann nicht mehr funktioniert hat. Haben Sie auch derartige Befürchtungen?

Auf gar keinen Fall. Es ist ja nichts besonderes, dass ein Trainer im Winter seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt. Ich denke eher, dass die Spieler nun noch mehr gefordert sind, um sich für den neuen Spielertrainer zu empfehlen.

Sollte es aber nicht funktionieren, würden Sie auch schon vorher Ihren Hut nehmen?

Im Fußball weiß man nie, was passiert. Aber sowohl die Vereinsführung als auch ich gehen davon aus, die Runde erfolgreich zu Ende zu spielen.

Welche Erinnerungen werdenbleiben?

Auf jeden Fall, dass das Umfeld und die Mannschaft in Wachendorf einfach top sind. Es herrscht dort wirklich eine schöne Gemeinschaft. In den vergangenen drei Jahren hat es wenige Veränderungen gegeben, das Team hat sportlich als auch menschlich super zusammengepasst.

SVW-Spielertrainer Fabio Gallinaro über seinen Rücktritt im Sommer

Fabio Gallinaro ist 38 Jahre alt und im dritten Jahr Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SV Wachendorf. In der ersten Runde führte er den Verein auf den dritten Platz, im vergangenen Jahr zur Vizemeisterschaft. Das Fußballspielen hat Gallinaro bei der TSG Balingen angefangen, war unter anderen beim FC 08 Villingen aktiv und war als Spielertrainer schon bei den SF Isingen und dem TSV Frommern tätig.

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14.01.2015, 12:00 Uhr

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