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Viel Erfahrung gewonnen

Sängerin Stefanie Stumpp fand bei der DSDS-Jury keine Gnade

„Vier Mal nein“, sozusagen die Höchststrafe erhielt Stefanie Stumpp aus Remmingsheim bei ihrem ersten Auftritt vor der Promi-Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Doch die 26-Jährige, vielen bekannt von der Unterhaltungsband Steffis Trio, will sich nicht unterkriegen lassen. Von Fans bekam sie massenhaft Trost, Komplimente und Anträge.

10.01.2015
  • Gert Fleischer

Sängerin Stefanie Stumpp fand bei der DSDS-Jury keine Gnade
Stefanie Stumpp in der RTL-Show

Remmingsheim. Sie war so optimistisch, als sie bei ihrem dritten Vorsingen in der vierten Stufe endlich vor die Promi-Jury durfte (Sänger Heino, der Schweizer DJ Antoine, Ex-Monrose-Sängerin Mandy Capristo und Produzent Dieter Bohlen), um Helene Fischers „Marathon“ zu „performen“, wie es in der Branche heißt. Umso größer war die Enttäuschung, als Heino als erster sagte: „Du hast die Töne nicht getroffen.“ Dabei hatte sie ihm, dem gelernten Konditor, extra eine Torte mitgebracht. Auch die anderen drei sahen es wie Heino. Chefjuror Bohlen meinte, sie habe vieles von ihrem Vorbild Helene Fischer, „nur den Gesang nicht; der Gesang ist nicht so schön“.

Das war‘s dann bei DSDS 2015. Aber Steffi Stumpp konnte die Tränen unterdrücken. „Ich hab’ nicht geweint, auch hinterher nicht“, sagt sie uns. „Den Gefallen wollte ich Ihnen nicht tun.“ Sie vertraue ganz ihrem Lebensmotto „They can’t stop me now – the world is waiting“ (Sie können mich jetzt nicht aufhalten, die Welt wartet). Das ist aus einem Song von Rod Stewart, in dem er die holprigen Anfänge eines Sängers beschreibt.

Am Mittwoch wurde die Sendung, die im Sommer produziert worden war, ausgestrahlt. Mit 4,9 Millionen Zuschauer war sie die meistgesehene Fernsehsendung in der Hauptsendezeit. Entsprechend viele Mails bekam Stumpp über Facebook, auch über die Homepages des Cafés „Brühlstüble“ in Remmingsheim und von Steffis Trio, der Unterhaltungsband, in der sie mit ihrer Schwester Isabell und ihrem Vater Rudi singt und spielt. Dort bekennt Stefanie Stumpp auch: „Mein größtes Idol ist die bezaubernde Helene Fischer. Mein Traum ist es ins Showgeschäft einzusteigen.“

Sängerin Stefanie Stumpp fand bei der DSDS-Jury keine Gnade
Stefanie Stumpp wird von Heino beschenkt.

Die Mails, die sie erhielt, seien „zu 99 Prozent positiv“. Viel Trost, Lob, sie sei so sympathisch oder wie gut sie ausgesehen habe. Etliche Jungs oder Männer bekundeten Interesse an ihr, hatte sie doch vor den Kameras offenbart, dass sie gerade solo ist. Mädels erkundigten sich nach ihrem superkurzen Kleid oder nach den Pumps, die sie anhatte: irre hoch und strassbesetzt. Die Sängerin war überrascht, dass die Leute „auf jedes kleinste Detail“ achten. Das sei doch etwas anders, als wenn sie mit Steffis Trio vom Unimog herab Musik macht.

Sie hat wirklich nicht gut gesungen bei ihrem Auftritt. Sie sei stark erkältet gewesen, sagt sie. Und aufgeregt. Vor lauter Aufregung habe sie schon gar nicht in Köln mit dem Auto ins Studio fahren können. Beim stundenlangen Warten sei sie dann ruhiger geworden. Aber als sie durch den gläsernen Tunnel schritt, sei der Puls nach oben geschnellt.

Torte und Keyboard als Show-Element

Sängerin Stefanie Stumpp fand bei der DSDS-Jury keine Gnade
Stefanie Stumpp singt bei DSDS vor Dieter Bohlen&Co. Helene Fischers „Marathon“. Fotos: Stefan Gregorowius / RTL

Bei aller Enttäuschung: Stefanie Stumpp hat viel erfahren und gelernt. „Großes Kino“ sei das alles. Vieles, was so spontan oder zufällig wirkt, sei von A bis Z durchgeplant. Dem Heino eine Torte mitzubringen, habe ihr die Vor-Jury empfohlen, nachdem sie sagte, dass sie sich in diesem Metier durch das Café ihrer Schwester Alexandra etwas auskennt. Dann hat sie Heino, weil er sich gerade gern mit Totenköpfen schmückt, entsprechend aufs Marzipan gemalt. Ihre Schwester half dabei. RTL schlachtete die Tortengeschichte auf seiner Homepage vor dem Auftritt aus, rätselte, ob sich Heino wohl „bestechen“ lasse.

Auch die Sache mit ihrem riesigen Keyboard war Show. Sie solle es mitbringen, gab ihr die Kölner Vor-Jury beim zweiten Termin auf. Sie hatte es noch nicht aufgebaut, da stichelte Bohlen: „Das ist ne Gurke. Das ist so absolut Scheiße, das klingt schon wieder gut.“

Sängerin Stefanie Stumpp fand bei der DSDS-Jury keine Gnade
Heino mit Steffi Stumpps Monstertorte.

„Die Sprüche sind schon ganz untere Schublade“, sagt Stefanie Stumpp über die Lästerei bei DSDS. Sie hätte sich nie bei dieser Casting-Show beworben, sie wollte ihr Ziel auf anderen Wegen erreichen. Deshalb auch ging sie nach Reutlingen, als dort die UFA Talent-Base junge Leute für Shows und Filme castete. Die schoben sie aufs DSDS-Gleis, womit sie eine Casting-Stufe übersprang. „Wenn es so sein soll, dann nutze ich die Chance auch“, habe sie sich gesagt. Sie ist auch stolz, dass sie den Mut hatte, vor die Kameras zu gehen. Lieber wäre sie natürlich weitergekommen wie vor zwei Jahren der Rottenburger Simone Mangiapane, der sich bis ins Finale der letzten Zehn sang. „Aber ich habe nichts verloren“, sagt Stumpp. Sie war auch schon mal bei Pro Sieben, die Doubles suchten für bekannte Sänger/innen. Da hatte sie es unter die besten Sechzig gebracht.

Stefanie Stumpp will sich nicht vom Weg abbringen lassen. Einerseits wolle sie sich etwas mehr im Café „Brühlstüble“ engagieren, das größer werden soll. Andererseits geht es weiter mit Steffis Trio. Wenn sie so schlecht sänge, hätten sie nicht große Hotel und andere Veranstalter mehrmals hintereinander gebucht. Zuletzt habe sie mit dem Trio bei der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd in drei Tagen vor 55 000 Gästen gesungen. Beim Kartoffelfest in St. Johann seien es 12 000 gewesen. Stefanie Stumpp ist sich sicher: „Es geht weiter.“

Info: Wie es weiter geht, steht unter "Deutschland sucht den Superstar"

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10.01.2015, 12:00 Uhr

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