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Auf Engelsschwingen

Sängerkranz-Harmonie gab Benefizkonzert für eine Hospizstation

Die Erfahrung ambulanter Palliativdienste im Landkreis hat in den letzten Jahren deutlich werden lassen, dass in Tübingen ein stationäres Hospiz fehlt. So gründete eine Gruppe Bürger/innen unter dem Vorsitz des Palliativmediziners Alexander Marmé im Juni 2013 den Verein „Ein Hospiz für Tübingen“.

09.12.2014
  • Achim Stricker

Tübingen. Mitstreiter ist das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (DIFÄM). Geplant ist der Bau einer stationären, überkonfessionellen Einrichtung auf dem Areal der Paul-Lechler-Klinik.

Ein erstes Benefizkonzert zur Unterstützung des Vereins gaben Ende Oktober Bassbariton Hanno Müller-Brachmann und Pianist Hartmut Höll. Am Zweiten Advent schloss sich der Sängerkranz-Harmonie an, Tübingens dienstältester Chor. Das weihnachtlich akzentuierte, bunt gemischte Programm mit Händels „Tochter Zion“ und Johann Friedrich Reichardts „Heilige Nacht“ lockte gut 600 Zuhörer/innen in die Stiftskirche.

Im März 2013 hat Jürgen Knöpfler, Chormeister des Uhland-Chorverbands, die Chorleitung von Eberhard Höngen übernommen. Beim Konzert war Knöpfler gleich mehrfach im Einsatz: als Dirigent, Klavierbegleiter und Organist. Den größten Teil des Programms sang der Sängerkranz aber a cappella, dynamisch achtsam, mit dramaturgisch strukturierten Bögen. Am schönsten verschmolzen war der Chorklang bei Mendelssohns „Gott sei Dank durch alle Welt“. Bei Wolfgang Lüderitz‘ „Heil’ge Nacht auf Engelsschwingen“ war die anteilnehmende Musizierfreude der rund 100 Sänger/innen besonders spürbar. Kraftvoll die tiefen Impulstöne der Bässe in Bruckners „Locus iste“. Überhaupt waren die Männerstimmen – wiewohl nur etwa ein Viertel des Chors - stimmlich gut präsent. Farbliche Akzente setzten die Chorwerke mit Klavierbegleitung: Liszts „Ave maris stella“ und John Rutters „Look at the world“.

Tenor Heinz Knittel steuerte zwei spätromantische Publikumslieblinge bei, beides „Gebete“: die klagende „Plegaria“ („Los tres amores“) von Fermin Maria Alvarez und die schwärmerische „Prière“ („O souverain“) aus Jules Massenets Oper „Le Cid“ – gesungen mit großem Opernvolumen und veristischem Gefühlsausdruck. Glanzlichter im Programm waren drei Violinwerke, gespielt von Michael Schwarz, Mitglied der Württembergischen Philharmonie. Johan Severin Svendsens Romanze op. 26 hatte nordisch kühlen Charme, von Knöpfler an der Stiftskirchenorgel mit nostalgischen Streiflicht-Registerfarben untermalt. Schwelgerisch süß die „Méditation“ aus Massenets Oper „Thaïs“. Mitreißend melodiös und beschwingt das Irish-Folk-Medley „A Celtic Touch“, das Knöpfler auf dem E-Piano mit Sphärenklängen grundierte. Spontaner Beifall.

Abschließend stimmten Chor und Publikum zur Orgel „Herbei, o ihr Gläub’gen“ und „Macht hoch die Tür“ an. Die Zugabe war Rutters „Go forth into the world in peace“. Für den Hospiz-Verein spendet der Sängerkranz pro verkaufte Karte fünf Euro – insgesamt über 3000 Euro.

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09.12.2014, 12:00 Uhr

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