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Salemer Internat schließt Burg Hohenfels
Die Burg Hohenfels war ein Standort des Internats. Foto: dpa
Bildung

Salemer Internat schließt Burg Hohenfels

Die Elite-Einrichtung vereint ihre Schüler an einem Standort. Kritik daran ist inzwischen verstummt.

02.01.2017
  • LSW

Salem. Die Entscheidung hatte in der Vergangenheit viel Unmut erregt: Die Schule Schloss Salem im Bodenseekreis schließt zum nächsten Schuljahr Burg Hohenfels. Die Unterstufe werde im Schloss integriert, sagte Schulleiter Bernd Westermeyer. Bisher sind Fünft- bis Siebtklässler auf der Burg im Kreis Konstanz untergebracht. Die Burg werde vom Trägerverein der Schule entweder verkauft oder vermietet. Es gebe eine Reihe von Interessenten für die Immobilie.

Am Standort in Salem hätten schon im Sommer Bauarbeiten begonnen, sagte Westermeyer. Bis September 2017 könne die Unterstufe im Schloss einziehen. Auch die Prüfungen der Behörden seien abgeschlossen. „Das war sehr zeitaufwendig“, sagte Westermeyer.

Die Gegner der Hohenfels-Schließung sorgen sich darum, dass man die Unterstufe nicht so einfach auf den Standort Salem transferieren könne. „Es gibt drei äußere Bedingungen für das Gelingen der Unterstufe in Hohenfels: überschaubare Größe, abgeschiedene Lage und kindgerechtes Gesamtensemble“, heißt es in einer Broschüre der Initiative Pro Hohenfels: „Diese drei Bedingungen sind notwendige Voraussetzungen dafür, dass in diesem ,geschützten Raum' eine – in der deutschen Internatslandschaft einmalige – altersgerechte Internatskultur entstanden ist. Diese Voraussetzungen sind am Standort Salem nicht gegeben.“

Der Umzug sei inzwischen Fakt, sagte ein Sprecher der Initiative. „Macht ,Pro Hohenfels' weiter Druck, ist das für die Schule schädlich.“ Westermeyer betonte, die Kritiker hätten eingesehen, dass die Entscheidung gefallen ist. Inzwischen sei man konstruktiv im Gespräch. „Die Kritik derer, die aus der Schule selbst kam, sowie aus Teilen der Altschülerschaft war sehr stark“, so Westermeyer. „Das finde ich auch völlig natürlich, da gab es ein ganz tief empfundenes Verlustgefühl.“ dpa

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02.01.2017, 06:00 Uhr

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