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Salvador - Kampf um die Freiheit

Melodramatisch zerdehnte Geschichte eines militanten Kämpfers gegen das Franco-Regime.

Melodramatisch zerdehnte Geschichte eines militanten Kämpfers gegen das Franco-Regime.

SALVADOR PUIG ANTICH
Spanien

Regie: Manuel Huerga
Mit: Daniel Brühl, Tristán Ulloa, Leonardo Sbaraglia, Leonor Watling

- ab 16 Jahren

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24.11.2015
  • Florian Horn

Die Garotte – auch Würgschraube genannt – als Symbol für die Schrecken der Franco-Diktatur: Dem Verurteilten wird ein Metallring um den Hals gelegt und anschließend eine Schraube ins Genick getrieben. Der letzte Gegner des faschistischen Regimes, dem Franco auf diese Weise die Stimme abdrehen lies, war Salvador Puig Antich.

Der Film des spanischen Regisseurs Manuel Huerga zeigt zunächst die wilden Jahre aus dem Leben des spanischen Anarchisten. Anfang der siebziger Jahre ist Salvador Mitglied des militärischen Flügels der MIL (Iberische Befreiungsbewegung) und beteiligt sich an einer Reihe von Banküberfällen. Die Dynamik des Outlawdaseins wird durch schnelle Schnitte und verwackelte Bilder wiedergegeben: Es macht Spass, den Macho- Anarchos, deren Leben vor allem um Waffen und Sex kreist, bei ihren Raubzügen zuzusehen.

Leider passt die Rolle des jungen Wilden nicht so recht zu Daniel Brühl. Zu farblos wirkt er gegenüber seinen Mitstreitern – vor allem die coolen Anarchos aus Toulouse überragen den zerbrechlichen Jungen. Erst in der zweiten Hälfte des Films, nachdem Salvador im September 1973 geschnappt und wegen Polizistenmord verurteilt worden ist, ist Daniel Brühl glaubwürdiger: Ein sensibler, sympathischer Junge, der sogar einen zunächst kühlen Gefängniswärter zum Aufbegehren gegen ein ungerechtes Todesurteil bewegt.

Allerdings zieht sich der Kampf um das Leben des jungen Anarchisten zu sehr in die Länge, bevor ihm das barbarische Mordinstrument ein quälendes Ende bereitet – zum Entsetzen der schockierten Weltöffentlichkeit.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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