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Zweifel an der Nutzlast der Container: Der Umzug ist gestoppt

Sanierung an List-Schule verzögert sich

Bereits Ende Juni wurden Bedenken an der Statik der gelieferten Module für Übergangsklassenzimmer laut. Mittlerweile zweifelt die Stadt an sich an der Nutzlast der Container. Der Umzug der List-Schule in die Ersatzbauten ist gestoppt.

21.07.2015

Mössingen.Die Sanierungsarbeiten an der Friedrich-List-Schule verzögern sich. Das hat Oberbürgermeister Michael Bulander am Montag in der Gemeinderatssitzung mitgeteilt. Grund sind „Unregelmäßigkeiten beim Bau des Schulersatzgebäudes“. Während der Sanierungszeit sollten die Schulklassen in Raummodulen auf dem Schulgelände untergebracht werden. Geplant war, dass die Kinder zum neuen Schuljahr in die Ersatzbauten umziehen. Nach aktuellem Stand wird das aber erst spätestens für das zweite Schulhalbjahr möglich sein, so Bulander. Er spricht von einer „unguten Situation“ und hofft, dass die Stadt bald Lösungen präsentieren kann.

Mitte Juni rollten die ersten Container an. Zwei Wochen später meldete ein Konkurrenzunternehmen der beauftragten Container-Firma Bedenken an: Die Module seien nicht erbebensicher gebaut. Die Stadt beauftragte daraufhin einen Statiker damit, zu überprüfen, was an den Vorwürfen dran ist – und wie es grundsätzlich um die Qualität der Container beschaffen ist. Ergebnis: Die gelieferten Container entsprechen nicht den im Leistungsverzeichnis ausgeschriebenen Nutzlasten. Bereits Ende vergangener Woche wurden die ersten Module wieder vom Schulgelände abtransportiert (wir berichteten). Die Stadt forderte von der Dresdener Container-Firma einen Nachweis über die geprüfte Typenstatik für die Anlage ein, hat diesen aber nicht innerhalb der angegeben Frist erhalten. Deswegen habe man berechtigte Bedenken, so Bulander, dass die Container die notwendige Last aushalten. Außerdem zweifle man daran, dass die Module so nachgebessert werden können, dass eine Aufstellung trotzdem noch akzeptabel wäre. Das heißt: Ein zweistockiger Bau ist mit den gelieferten Modulen wohl nicht möglich.

Die Stadtverwaltung beratschlagt nun weitere Schritte. Zur Diskussion steht etwa ein eingeschossiger Übergangsbau oder die Beschaffung neuer Module, die sich für eine zweigeschossige Bauweise eignen. Bei der zweiten Variante ist mit erheblichen Verzögerungen bei der Schulsanierung zu rechnen. Es sei zur Zeit nicht einfach, Raummodule zu bekommen, so Bulander. Außerdem wäre eine neue Ausschreibung notwendig. Vorerst hat die Stadt den geplanten Umzug der List-Schule in den Sommerferien gestoppt. Der Unterricht ist nach den Sommerferien aller Voraussicht nach wieder im Hauptgebäude. mosi

Sanierung an List-Schule verzögert sich
Für zweigeschossige Bauweise wohl eher ungeeignet: Die Problem-Container auf dem Gelände der Friedrich-List-Schule.Bild: Siebert

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21.07.2015, 12:00 Uhr

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