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Dylan-Konzert

Schade für Tübingen

Kritik am Dylan-Veranstalter.

26.06.2015

Ich denke, mit der Einlassung vom „festivalunerfahrenen“ Publikum, welches die Planung nicht verstanden habe, hat sich der Veranstalter keinen Gefallen getan. Ich habe mir dreimal Rock am Ring angetan, war auf Dutzenden kleinen und großen Konzerten und Festivals, Open air und in der Halle – und so schlecht gesehen wie beim Dylan-Konzert habe ich noch nie. Ich bin knapp 1,80 Meter groß, aber selbst meine noch größere Begleitung hatte angesichts einer viel zu niedrigen Bühne, eines phalanx-ähnlichen Schirmwalls vor uns und der ungünstigen Flachheit des hinteren Geländes keine große Chance, mehr als einen gelegentlichen Blick auf Bob Dylan zu erhaschen. Wir hätten uns wohl einfach raffiniert nach vorne stehlen sollen, wo anscheinend noch viel Platz war... von hinten sah das gar nicht so aus (...).

Sicher war das nicht das einzige Problem beim Konzert, aber es war vermutlich das vermeidbarste. Fürs Wetter konnte niemand was, beim leisen Sound bin ich mir nicht so sicher, und der Videoscreen scheiterte wohl am eigentlich schon seit den Sechzigern bizarren Meister persönlich. Aber eine höhere Bühne oder ein vernünftiges Durchrechnen des zur Verfügung stehenden Platzes der zu erwartenden Sichtlinien hätte man schon erwarten können. Ich habe noch nie so viele Menschen ein hochkarätiges Konzert vorzeitig verlassen sehen, auch bei weniger profilierten Veranstaltungen noch nicht (...). Schade für Tübingen, und schade für uns „Hintenansteher“.

Martin Kramer, Tübingen

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Erstellt:
26. Juni 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Juni 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2015, 12:00 Uhr

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