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Schickes Polizeirevier entsteht am Standort Hornauer Straße in Holzständerbauweise
So soll an der Straße nach Nordstetten der Polizeibau im Winter 2019 aussehen. Wenn alles glatt läuft gibt es die ersten Bilder aber schon im Sommer.Grafik: Architekturbüro Birk Heilmeyer und Frenzel
Neues Zuhause für Blau-Weiß

Schickes Polizeirevier entsteht am Standort Hornauer Straße in Holzständerbauweise

Knapp 40 Meter lang ist es, eigentlich genauso hoch, wie das bestehende Gebäude, trotzdem sieht der Quader in seinem lässigen Holz und der großen Glasfront ziemlich schick aus. Bisher besteht das Gebäude nur als hübsche Zeichnung in den Planungsbüchern des Architekturbüros Birk Heilmeyer und Frenzel aus Stuttgart. Doch Mitte 2019 soll der Schlüssel zu dem neuen Bau in der Hornaustraße 8 umgedreht werden, damit 44 polizeiliche Staatsdiener ihrer Arbeit nachgehen können.

21.04.2016
  • Benjamin Breitmaier

Horb. Baubeginn des neuen Polizeireviers an der Straße gen Nordstetten wurde auf den Sommer des kommenden Jahres angesetzt. „Wir sind guter Dinge, dass die Mittel für das Vorhaben 2017 in den Landeshaushalt eingestellt werden“, erklärte Pia Riegert-Matt vom zuständigen Amt für Vermögen und Bau in Pforzheim in der jüngsten Sitzung des Städtebau- und Sanierungsausschusses (SBS) am Dienstagabend. Für Horb: ein Glücksfall, wie Riegert-Matt bemerkte. Denn durch den Polizei-Revier-Neubau des Landes dürfen die Horber Beamten nicht nur ein top-modernes Einsatzzentrum beziehen, sondern bekommen Kollegen gleich dazu: das neue Verkehrskommissariat wird ebenfalls in dem Gebäude angesiedelt. „Das hat den Vorteil, dass einige Einrichtungen wie Besprechungsräume von beiden Abteilungen genutzt werden können“, erklärt Riegert-Matt.

Vorgestellt wurde das Gebäude in der SBS-Sitzung von Architekt und Stuttgarter Universitätsprofessor Stephan Birk, Teilhaber des zuständigen Architekturbüros Birk Heilmeyer und Frenzel. Vor allem die Bauweise und die Werbung Birks für solchige entlockte Oberbürgermeister Peter Rosenberger einige Spitzen Richtung Hohenberg, wo einige Bürger von „Baracken“ sprachen, beim Thema Holzständerbauweise für Flüchtlingsunterkünfte. Für Rieger-Matt und Birk bietet die Arbeit mit Holz klare Vorteile. Die Bauweise sei „leicht“ und „energetisch sinnvoll“, da die Dämmung direkt in den Bau integriert werden könne, was wiederum Platz spart.

Drei Geschosse sind geplant. Auf einen Betonsockel mit Glasfront werden zwei Stockwerke in Holzständerbauweise aufgesetzt. „Das Gebäude soll etwas näher an die Straße rücken und sich durch die Glasfront zur Stadt hin öffnen“, erklärte Birk. Dabei wird auch die Topographie des Hangs nach Nordstetten hin genutzt. Hinter dem Gebäude entstehen 18 Stellplätze für die Polizeifahrzeuge. Besucher parken vor dem Gebäude, mit direktem Zugang zum 24-Stunden-Bereich des Horber Reviers.

Die Grundstimmung gegenüber den Plänen war in der Dienstagssitzung durchweg positiv. OGL-Rätin Elisabeth Schneiderhan fasste zusammen: „Das sieht richtig gut aus. Ich bin angenehm überrascht“. CDU-Rat Thomas Kreidler ergänzte: „Dagegen kann man nichts sagen“. Im weiteren Verlauf werden nun noch Detailfragen geklärt, wie etwa, ob der Bauherr vorhat Kunst am Gebäude zu installieren, wonach CDU-Rat Josef Nadj fragte.

Der Polizei-Umzug bietet nunmehr für die Innenstadtentwicklung neue Möglichkeiten: Thema „Fruchtkasten“. Sobald die Beamten das Gebäude verlassen haben, wolle die Stadt den riesigen Bau im Herzen Horbs dem Land abkaufen. Rosenberger: „Wir haben dem Land signalisiert, dass wir gerne Verhandlungspartner Nummer 1 wären“. Der Bau befindet sich in einem Sanierungsgebiet, was die dortigen Projekte günstiger macht. Die Stadt kann mit 1,4 Millionen Euro Fördergeldern rechnen.

Was genau mit dem Gebäude passiert, steht noch in den Sternen. Die Ideenspannweite reicht von einem neuen schicken Tagungsraum für den Gemeinderat bis zum kompletten Abriss.

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21.04.2016, 01:00 Uhr

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