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Presse-Abend vorm Haus am Nepomuk

Schilling las Wengerter-Poesie, Ruscheinski Alltagssatire

Ein glückseliger Sommerabend geschah am Mittwoch vorm Haus am Nepomuk, wo Sabine Huber, Jürg Gaebele und Hausherr Ernst Heimes zusammen mit dem TAGBLATT zu Literatur und Musik luden.

30.08.2012
  • gef

Rottenburg. Wieder kamen an die 200 Leute, die sich nach Gusto auf die drei Sitzkategorien verteilten. Vorn, der Bühne nah und in engen Reihen jene, denen es ernst war mit dem Zuhören. Alt-OB Winfried Löffler und seine Frau Gabriele darunter, sie hatten sich rechtzeitig eine gute Position gesichert. Dahinter die Gäste im „Bistro“, für die Kultur geschmeidiger ist an einem Tisch mit Pasta, schillerndem Wein oder schäumendem Hefeweizen. Zum Neckar hin auf öffentlicher Sitzanlage die, die sich nicht zum engsten Zirkel zählen und dennoch genusssüchtig sind.

„Presse“ war das Thema, und deshalb wortspielten TAGBLATT-Redakteur Ulrich Eisele und Sabine Huber etwas mit Presswurst und Kompresse, mit Presswehen und Espresso. Jürg Gaebele warb für das Trio Choc: Drei junge Frauen mit Klarinette, Oboe und Fagott. Hiesige ursprünglich, aber am Mittwoch von Hamburg und München angereist, „extra für Rottenburg“, wie Sabine Huber bewunderte. Mit einem zarten Divertimento von Mozart begannen sie, während Ernst Heimes durch die Reihen huschte und Sahnebonbons anbot.

Paul Schilling las als Erster, trug Gedichte des Weinpoeten Hermann Able vor. Wein ist politisch, besonders wenn‘s ein Roter ist. Da jubeln die Sozialdemokraten, und die Christdemokraten wehren sich: „Beim Roten sind auch die am besten, die etwas schon ins Schwarze geh’n.“ Pause, Plausch und eine Kurzreise mit dem Stocherkahn Richtung St. Moriz.

Willibald Ruscheinski, TAGBLATT-Redakteur im Ruhestand, musste das Gesellige wieder einfangen, zähmen. Bora Cosic war sein Autor, ein serbischer Schriftsteller, der über den Krieg schrieb, von den Deutschen, die Belgrad besetzt hatten, und von Partisanen. Es dunkelte, der Wind trug einzelne Tropfen heran. Doch Cosic kann Satire. Der „Onkel“ machte Uhren wieder flott und die Frauen gleich mit. Es wurde immer stiller im Publikum, Ruscheinski und Cosic zogen die Menschen in ihren Bann.

An der Dachkantenbeleuchtung des Nepomuk-Hauses sind sechs Birnen kaputt. Birnen! Am Donnerstag ist der letzte Tag für Birnen. Donnerstagabend lesen Angelika Meyer und Anna Henkel. 19 Uhr. Vorm Haus am Nepomuk. Ohne sechs.

Schilling las Wengerter-Poesie, Ruscheinski Alltagssatire

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30.08.2012, 12:00 Uhr

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