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Schlafsäcke                 für Obdachlose
Wolfgang Reimer hilft beim Verladen der Schlafsäcke. Foto: Regierungspräsidium Stuttgart
Spende

Schlafsäcke für Obdachlose

Das Regierungspräsidium trennt sich von Gegenständen, die in der Flüchtlingshilfe nicht gebraucht werden.

29.11.2016
  • MONIKA ETSPÜLER

Stuttgart. Bis unter die Decke stapelten sich die Kartons im Transporter des Stuttgarter Vereins „Trott-war“. 500 Schlafsäcke, die in der Halle der ehemaligen Autobahnmeisterei in Sindelfingen lagerten, übergab Regierungspräsident Wolfgang Reimer dort an den Geschäftsführer Helmut Schmid. Die Schlafsäcke werden an Obdachlose in Stuttgart und Umgebung verteilt. „Gerade jetzt, wo es richtig kalt wird, sind wir dringend auf eine solche Spende angewiesen“, so Schmid.

Weil die Zahl der Flüchtlinge zurückgegangen sind, gibt das Regierungspräsidium Stuttgart eingelagertes Material, das nicht mehr benötigt wird, aus den Notunterkünften ab. „Ich freue mich, dass diese Bestände sinnvoll genutzt werden“, sagte Wolfgang Reimer und beruhigte: „Sollten die Flüchtlingsströme erneut anschwellen, haben wir für diese Notfälle trotzdem ausreichend Material zur Verfügung.“

Zuvor schon hatte sich das Regierungspräsidium von überzähligen Gegenständen aus der Flüchtlingsbetreuung getrennt. So gab es Feld- und Stockbetten aus dem alten Stuttgarter Paketpostamt weiter, das nicht als Unterkunft benötigt wurde.

Zur kalten Jahreszeit sind die Schlafsäcke mehr als willkommen. Viele Obdachlose verbringen auch im Winter die Nächte im Freien. Und es werden mehr. So hat die Zahl der Frauen ohne feste Bleibe in den letzten Jahren stetig zugenommen. Auch viele Menschen aus Rumänien und Bulgarien sind ohne Unterkunft und nächtigen in Parks oder unter Brücken.

An 14 Ausgabestellen in Württemberg wird das wärmende Material verteilt. In Stuttgart wird unter anderem der „Schlupfinkel“ bedacht, eine Einrichtung für obdachlose Kinder und Jugendliche. Zugute kommt die Spende auch der „Franziskusstube“ unter der Paulinenbrücke, wo Helfer dafür sorgen, dass sozial Benachteiligte ein warmes Frühstück bekommen.

„Trott-war“, 1994 gegründet, ist mittlerweile im ganzen Umland von Stuttgart vertreten. Vor allem die gleichnamige Straßenzeitung hat für den großen Bekanntheitsgrad des Vereins gesorgt. Vertrieben wird sie von rund 100 Zeitungsverkäufer, darunter 20 Festangestellten, denen dadurch eine Chance gegeben wird, ihre finanzielle Situation aufzubessern. Zum Erfolgskonzept avancierten auch die alternativen Stadtführungen in der Landeshauptstadt. Dabei geleiten Zeitungsverkäufer ihre Zuhörer an soziale Brennpunkte, wo sie oft selbst Teile ihres Lebens zugebracht haben. Monika Etspüler

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29.11.2016, 06:00 Uhr

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