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Vergleichsstudie

Schlechte Noten für Schulsystem im Südwesten

Baden-Württembergs Neuntklässler stürzen in Deutsch und Fremdsprachen ab. Bayern und Sachsen führen das Ranking an.

26.10.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Die baden-württembergischen Neuntklässler schneiden in einem neuen Kompetenzvergleich der Bundesländer überraschend schlecht ab. Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE sieht der IQB-Bildungstrend, der am Freitag in Berlin vorgestellt wird, die Schüler im Südwesten in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch über alle Schularten hinweg weit unter dem Bundesdurchschnitt. Am besten schneiden in der im Auftrag der Kultusministerkonferenz vom Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) erstellten Studie Bayern und Sachsen ab. Baden-Württembergs Bildungssystem stellt der Kompetenzvergleich, bei dem die Einhaltung der Bildungsstandards für den mittleren Bildungsabschluss überprüft wird, damit ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.

2010 noch in der Spitzengruppe

Beim ersten IQB-Bildungstrend von 2010 hatte der Südwesten noch zur Spitzengruppe gehört. Ein Sprecher des Stuttgarter Kultusministeriums wollte die Recherchen dieser Zeitung nicht kommentieren. Er verwies auf die für Freitag terminierte Pressekonferenz.

An der Vergleichsstudie haben Mitte März bis Mitte Juni 2015 – als in Stuttgart noch Grün-Rot die Regierung stellte – über 37 000 Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus über 1700 Schulen in den 16 Bundesländern teilgenommen. Über alle Bildungsgänge hinweg wurden im Fach Deutsch die Leistungen in den Disziplinen Lesen, Zuhören und Rechtschreibung und in den Fremdsprachen Leseverstehen und Hörverstehen getestet. In Baden-Württemberg nahmen alle Schularten teil, mit Ausnahme der Gemeinschaftsschule, die zu dem Zeitpunkt noch keine neunten Klassen führte.

Die Studie platzt mitten in den gerade erst beigelegten Streit innerhalb der Landesregierung um die Zahl der im Haushalt 2017 finanzierten Lehrerstellen. Grüne und CDU haben vereinbart, dass nun der Landesrechnungshof analysieren soll, ob die 110 000 Lehrer im Landesdienst richtig eingesetzt werden.

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26.10.2016, 06:00 Uhr

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