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Land am Rand

Schmuddeleien bei der Bahn

01.03.2018

Von PETRA WALHEIM

Mannheim. Die Bahn kämpft seit Jahren um Fahrgäste, Akzeptanz, Pünktlichkeit – und auch um Sauberkeit. Denn: Wo viele Menschen unterwegs sind, werden gern mal eine halbvolle Getränkedose, eine Tüte vom Bäcker oder die nicht ganz leer gegessene Backfisch-Box von „Nordsee“ achtlos weggeworfen. In der Masse juckt das keinen. Aber gerade in der Masse wird der kleine Müll des Einzelnen dann doch zum Problem.

Das will die Bahn künftig per WhatsApp lösen. Für die Beseitigung von Schmuddel-Ecken wirbt sie mit einem Schmuddel-Spruch. „Uns können Sie die schmutzigsten Dinge per WhatsApp anvertrauen“, steht auf Plakaten, die in den Bahnhöfen von Ulm und Mannheim schon hängen, und bald auch anderswo zu sehen sein werden.

Die erste Assoziation ist hier die falsche. Nein, es geht nicht um eine heiße Sex-Hotline, sondern um das kalt gewordene Essen, das in einer Ecke des Bahnhofs vergammelt. Wer das erblickt und sich daran stört, textet an die auf den Plakaten angegebene Handynummer, beschreibt den Schandfleck, schickt ein Foto davon mit – und schwupps wird der Dreck beseitigt. Na ja, so ganz schwupps wird es nicht gehen. Die Bahn verspricht aber, dass das Reinigungspersonal den Schmutz innerhalb von vier Stunden entfernt. Aufgestockt werden die Putzgeschwader dafür nicht. Vielleicht sollte die Bahn dann doch besser eine Hotline einrichten. Damit soll man gut Geld verdienen können, mit dem man dann etwa mehr Putzkräfte bezahlen könnte. Petra Walheim

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Erstellt:
1. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. März 2018, 06:00 Uhr

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