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Fußball: Die Spvgg Mössingen verliert 1:2 gegen Zimmern

Schneller Ausgleich und doch noch verloren

Fußball-Landesligist Spvgg Mössingen fehlte es in der zweiten Hälfte der Begegnung gegen den SV Zimmern an spielerischer Konstanz: Vor 120 Zuschauern wäre mehr drin gewesen als die 1:2 (1:1)-Heimniederlage.

12.11.2012
  • Michael Sturm

Mössingen. Andauernder Nieselregen, ein seifiger, tiefer Rasen – Bedingungen für Kämpfer. Wie man als Fußballer mit solchen Umständen umzugehen hat, zeigte die Mössinger Elf in den ersten zehn Minuten auf beeindruckende Art und Weise: Die Spieler grätschten, dass es eine Freude war, und schnürten den SV Zimmern in deren Hälfte ein – allerdings nur in den ersten zehn Minuten.

Es steckte viel Aufwand hinter den Bemühungen der Spvgg, Zimmern wirkte jedoch zunehmend souveräner. Das gesamte Spiel über der SVZ die Mössinger Abwehr mit Pässen in die Schnittstellen der Viererkette in Bedrängnis. Um die 20. Spielminute tauchte Patrick Detta zwei-, dreimal bedrohlich vor dem Mössinger Kasten auf. Die Zimmerner Führung ging jedoch aufs Konto von Mittelstürmer Marius Seemann (23.), der im Fünf-Meter-Raum hochstieg und Timo Theurers Freistoß von links wuchtig einzuschädeln.

Es war ein Hallo-Wach-Signal für Mössingen: Fast vom Anstoß weg gingen sie in die Offensive. Nach der Balleroberung durch Hannes Klett per Kopf spielte Florian Stopper gedankenschnell in die Tiefe, Torjäger Kevin Schneider schüttelte zwei Gegner ab, umkurvte Torhüter Matthias Müller und traf zum 1:1 (25.). Zwei Minuten später: Steilpass auf Jan Binder, der legt von der Grundlinie auf Daniel Knop zurück, dieser traf den Ball alles andere als perfekt und schoss links vorbei. Der Mössinger Spielertrainer Bernd Bauer haderte später: „Das muss das 2:1 sein.“ War es aber nicht. Stattdessen wogte die Partie weiter hin und her. 33. Minute: Einwurf Mössingen, ein verunglückter Rückpass und schon ist Zimmerns Detta am Ball. Dieser bedient Seemann, dessen Hacken-Schuss kratzt Knop gerade noch von der Torlinie. Puh!

Zimmerns Trainer Edgar Beck war dennoch unzufrieden: „Wir haben in der ersten Hälfte auf spielerischem Sektor einiges vermissen lassen. Das war nach der Pause besser.“ Und zwar deutlich: Eine Zimmerner Angriffswelle nach der anderen brandete nun auf den Mössinger Kasten zu. Keeper Ali Öztürk hatte einmal Glück (56.), als er einen langen Ball fallen ließ und Philipp Rumpel traf – Schiedsrichter Daniel Leidig (Ingersheim) jedoch auf Foulspiel entschied. Zimmerns Trainer Edgar Beck polterte: „Zwei eigene Leute haben ihn umgerammt!“

Auch wenn Öztürk in der Folge mutige Paraden zeigte, machten ihm seine Vorderleute Sorgen: Die Mössinger produzierten viel zu viele Fehlpässe und leichte Ballverluste. Vor allem Max Maiers Aktionen wirkten oft schlampig. Zwar gab es nochmals ein Hoch – ein Lattentreffer von Kevin Schneider (60.), volley aus der Drehung; Kletts Freistoß, flach an der Mauer vorbei, den Sebastian von Au gerade noch knapp neben den eigenen Torpfosten abfälschte (62.); der Distanzschuss von Sebastian Haas, der Zentimeter über die Latte donnerte (63.) – doch der Spvgg ging allmählich die Kraft aus.

In diese Phase hinein flankte Detta von links, Marcel Stern hielt in der Mitte den Kopf hin – 2:1 für die zweikampfstärkeren Zimmerner (69.). „Es war eine Frage der Zeit, bis wir bestraft werden“, sagte Mössingens Bauer. Nun ging nicht mehr viel für die Spvgg. Für Brechstangenaktionen fehlte die Kraft, immerhin versuchten die Mössinger noch bis in die Endphase der Partie den Ausgleich zu erzwingen.

Vielleicht hätten frische Kräfte noch etwas gebracht. Doch außer Pierre Mayer, der zwölf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit kam, wechselten die Mössinger keinen weiteren Feldspieler ein. Weil die Spvgg in den letzten Spielminuten aufmachen musste, kamen Zimmern fast noch zum 3:1 – einmal (89.) traf Seemann den Pfosten, ein anderes Mal, bereits in der Nachspielzeit, konterte Zimmern. Doch ehe der eingewechselte Stefan Schanz auf das von Öztürk verlassene Tor schießen konnte, blockte ihn Jan Binder. „Heute hat jeder zwei, drei Fehler drin gehabt. Das müssen wir abstellen“, forderte Florian Stopper, Mössingens Bester. Das wäre Mössingen zu raten, denn nächste Woche kommt der Lokalrivale SV Nehren.

Spvgg Mössingen: Öztürk, Bobic, Stopper, Haas, Mader, Bauer, Binder, Knop (78. Mayer), Maier, Klett, Schneider.

Schneller Ausgleich und doch noch verloren
Auaaa! Zimmerns Patrick Detta (vorne) bekommt hier zu fühlen, dass Mössingens Jan Binder durchaus als Raubein aufzutreten versteht, wenn es sein muss. Binders Mitspieler Orhan Bobic (links im Hintergrund) und Daniel Knop schauen ungerührt zu.Bild: Ulmer

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12.11.2012, 12:00 Uhr

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