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Verspätungen drohen: Die Bahn will die Strecke Kassel-Hannover sanieren

Schotter macht Probleme

Wer Ende April und Anfang Mai zwischen Hannover und Kassel Bahn fährt, muss Geduld mitbringen. Der Streckenabschnitt soll saniert werden.

01.04.2016
  • AFP/ DPA

Berlin. Viele Kunden der Deutschen Bahn müssen sich ab Ende April auf erhebliche Verspätungen einstellen. Die Bahn plant auf der wichtigen Schnellstrecke Hannover-Kassel eine "umfangreiche Sanierung", wie das Eisenbahn-Bundesamt mitteilte. Die Strecke ist fast 30 Jahre alt und viel befahren. Die Bahn muss auf mehreren Abschnitten den Schotter austauschen.

Laut "Süddeutscher Zeitung" will die Bahn die Strecke zwischen Hannover und Kassel vom 23. April bis zum 8. Mai komplett sperren - ausgerechnet zur Zeit der Hannover Messe. Das hat die Deutsche Bahn am Donnerstagabend in Berlin bestätigt. Die Auswirkungen für die Kunden sollten jedoch so gering wie möglich gehalten werden. Im Fernverkehr würden während der zweiwöchigen Sperrung über 90 Prozent der planmäßigen Kapazitäten angeboten. Auch der Messehalt in Hannover werde weiter bedient. Allerdings werde es wegen der notwendigen Umleitungen zu längeren Fahrzeiten von bis zu einer Stunde kommen. 150 bis 200 Züge am Tag müssten umgeleitet werden, berichtete der Hessische Rundfunk. Die Bahn bestätigte, nicht alle Bahnhöfe könnten während der Sperrung bedient werden. Für die Fahrgäste gebe es jedoch Kulanzregelungen.

Was Bahnreisende jetzt wissen müssen:

Können gebuchte Tickets kostenlos zurückgeben werden? Zum Normalpreis gebuchte Tickets kann man grundsätzlich bis einen Tag vor der Reise zurückgeben und bekommt den vollen Preis erstattet. Die Bahn betonte, für Besitzer von ICE- oder IC-Zeitkarten im Abo gebe es eine Teilrückerstattung. Betroffene Kunden mit einer BahnCard 100 sollten sich beim BahnCard-Service melden. Bereits erworbene Flex- und Sparpreistickets sowie Reservierungen würden kostenlos erstattet.

Bekommt man nach der Reise Teile des Fahrpreises erstattet? Eher nein. Bei Verspätungen von mehr als 60 Minuten können sich Fahrgäste normalerweise 25 Prozent des Fahrpreises erstatten lassen, bei mehr als 120 Minuten sind es sogar 50 Prozent. Allerdings seien angekündigte Fahrzeitverlängerungen im rechtlichen Sinne keine Verspätungen, sagte Naumann. Dennoch kann man es probieren. Entsprechende Vordrucke für die Kostenerstattung gibt es am Schalter im Bahnhof, so der Experte. Alternativ geht es online unter http://dpaq.de/nP7DK. Lehnt die Bahn eine Zahlung ab, sei die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr eine mögliche Anlaufstelle: http://dpaq.de/Ec5j5 .

Wie viel länger wird die Bahnfahrt durch die Umleitung? Dazu hat sich die Bahn bisher nicht geäußert. Auf ihrer Website weist sie bei Buchungen bereits auf deutliche Fahrzeitverlängerungen und Umleitungen hin. Über welche Strecken der Bahnverkehr umgeleitet wird, sagte die Bahn aber bisher nicht.

Welche Alternativen zur Bahn gibt es? Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) rät Reisenden, auf den Portalen der Fernbus-Unternehmen und bei Mitfahrzentralen im Internet nachzuschauen. Ausgangspunkt kann die Fahrzeit der Bahn sein. Dann prüft man, ob man mit einem der Alternativangebote schneller ans Ziel kommt, sagt VCD-Sprecherin Anja Smetanin. "Wenn man weiß, wann man genau fahren will, prüft man am besten jetzt schon die Alternativen."

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01.04.2016, 06:00 Uhr

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