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Hilfsbereit und Hahn in Korb

Schulleiter Hans-Peter Kurz wurde in Dornstetten in den Ruhestand verabschiedet

22 Jahre lang war Hans-Peter Kurz in leitender Funktion als Rektor und geschäftsführender Schulleiter tätig, 15 davon stand er an der Spitze der Dornstetter Realschule. Dort wurde er nun feierlich im Beisein der Familie, der Freunde, der Kollegen und zahlreicher beruflicher Weggefährten ins Sabbatjahr und den anschließenden Ruhestand verabschiedet.

30.11.2015
  • Monika Schwarz

Dornstetten. Die leitende Schulamtsdirektorin Anja Bauer würdigte Kurz als einen klar strukturierten Menschen, der eine hohe Fachlichkeit mitgebracht und einen sozialen, menschlichen Umgang gepflegt habe. Sie ließ seinen beruflichen Werdegang noch einmal Revue passieren und erwähnte dabei auch die außergewöhnlichen sportlichen Leistungen, die Kurz im Laufe seines Lebens erbracht hatte. So war er – unter anderem – zwei Mal deutscher Vizemeister im Fünfkampf und württembergischer Vizemeister im Kugelstoßen und Diskuswerfen, was viele in seinem Umfeld gar nicht wüssten.

Geboren in Pforzheim, studierte er nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium die Fächer Deutsch und Sport an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg für das Lehramt an Grund-und Hauptschulen. Zudem absolvierte Kurz die Ausbildung zum nebenberuflichen Übungsleiter in der Fachrichtung Leichtathletik. Die erste Stelle führte an die Realschule Bietigheim-Bissingen, im Jahr 1982 wurde Kurz wunschgemäß an die Realschule Dornstetten versetzt. Darüber hinaus fungierte er als Beauftragter für „Jugend trainiert für Olympia“ und als Regionalbetreuer für die Kooperation von Schule und Vereinen für das Staatliche Schulamt Freudenstadt.

Rund 26 Jahre war er Mitglied im Personalrat. Im Jahr 1993 wurde Kurz als Rektor an die Realschule in Pfalzgrafenweiler bestellt. Nach einer weiteren beruflichen Station am Staatlichen Seminar in Karlsruhe übernahm er im August 2002 schließlich den Schulleiterposten in Dornstetten, wo er seit August 2012 zudem als geschäftsführender Schulleiters für die Realschulen und Werkrealschulen in Dornstetten, Pfalzgrafenweiler, Schopfloch, Glatten und Waldachtal fungiert.

Die Dornstetter Realschule genieße in der Umgebung nun einen exzellenten Ruf mit stetig wachsenden Schülerzahlen, so Bauer: „Sie haben Ihre Idee von einer Schule, in der Vertrauen, Offenheit und Mitbestimmung herrscht, verwirklichen können.“ Als Vertreter des Schulträgers dankte Bürgermeister Bernhard Haas für die langjährige Führungstätigkeit, während der Kurz die Schule mit seinem großen Erfahrungsschatz und seinem weitreichenden Fachwissen sicher durch die sich ändernde Bildungslandschaft gesteuert habe. Kurz habe es dabei immer als lohnende und dankbare Aufgabe empfunden, junge Menschen auf dem Weg ins Erwachsenwerden zu begleiten.

Der geschäftsführende Schulleiter Norbert Schatz hob das gute persönliche Verhältnis zu seinem langjährigen Nachbarn im Dornstetter Schulgebäude besonders hervor, den er stets als verlässlichen Kollegen erlebt habe. Auch bei den unterschiedlichen Ansichten zum Thema Gemeinschaftsschule habe Kurz zwar die Meinung seiner Schule vertreten, die Belange der Werkrealschule aber dennoch gesehen und respektiert. Schatz dankte für ein stets faires, kooperatives und vertrauensvolles Miteinander. Vom Elternbeirat überreichte Ute Salemi anschließend einen extra angefertigten Ruhestandspulli für „Shorty“ –so hatten ihn die Schüler immer wieder mal gerne genannt. Namens der Schüler bedankte sich die ehemalige Schülersprecherin Vanessa Schweizer für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das Kollegium hatte sich die Mühe gemacht, anhand der Buchstaben seines Namens die ihn auszeichnenden Eigenschaften zu skizzieren. Das Ergebnis der Überlegungen reichte von H wie „Hahn im Korb“ oder „ hilfsbereit“ bis hin zu Z wie „zuverlässig“. „Wir sagen Danke für 13 gute Jahre“, so Sieglinde Leibold namens des Kollegiums.

Kurz selbst bedankte sich für die freundlichen Worte, bezeichnete den bereits begonnenen Ruhestand aber als durchaus angenehm. Was bleibe, das seien Erinnerungen und Erlebnisse persönlicher Art. Jetzt gehe er nach dem Frühstück mit der Ehefrau schon auch mal wieder eine Stunde ins Bett, gestand Kurz freimütig ein. Auch die sportlichen Aktivitäten habe er wieder intensiviert, ein Muskelfaserriss habe ihn aber erst einmal ausgebremst. Umfassend dankte er abschließend den Elternbeiräten, den Kollegen, dem Schulamt, dem Schulträger und seiner Frau, die nach der Geburt der Tochter neun Jahre lang zuhause geblieben war und ihm dadurch den Rücken frei gehalten hat. Persönliche Worte richtete er auch an seinen Nachfolger Uwe Kretzschmer (über dessen Einsetzung berichten wir noch gesondert). Die Veranstaltung mit anschließendem gemütlichen Beisammensein wurde musikalisch gekonnt vom Schulchor und der Band mit Stücken wie „Rolling in the deep“ oder „Can’t help falling in love“ umrahmt.

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30.11.2015, 01:00 Uhr

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