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Schwäbische Sicherheit für italienische Superflitzer
Handarbeit aus Italien, ausgestattet mit ABS und ESP aus Schwaben: Pagani Huayra BC, den Bosch am Polarkreis testet. Foto: Bosch
Bosch

Schwäbische Sicherheit für italienische Superflitzer

Am Standort Abstatt geht der Aufschwung weiter. ITK AG wird hundertprozentige Tochter.

10.12.2016
  • HANS GEORG FRANK

Abstatt. Durch den Zukauf der ITK AG aus Rülzheim in der Südpfalz stärkt die Bosch Engineering (BE) GmbH in Abstatt bei Heilbronn ihre Position auf dem weltweit wachsenden Markt der Entwicklungsdienstleistungen. Die Übernahme der Anteile, deren Kosten geheim gehalten werden, wird zum 11. Januar 2017 wirksam, gab BE-Geschäftsführer Bernhard Bihr bekannt. Die 1994 gegründete Ingenieurgesellschaft für technische Kybernetik mit 800 Mitarbeitern wird dann eine hundertprozentige Bosch-Tochter, geführt von BE.

ITK entwickelt modellbasierte Software und Systeme für Großserienproduzenten, die für ihre Fahrzeuge eine exklusive Lösung verlangen. BE bedient sich vorhandener Elemente aus dem Bosch-Sortiment, die maßgeschneidert für Kleinserien angepasst werden. Zu dieser Kundschaft gehört der Supersportwagen Pagani Huayra BC mit über 800 PS, für den schwerreiche Liebhaber flunderflacher Flitzer rund 2,4 Mio. EUR bezahlen. Was in San Cesario sul Panaro in der Nähe von Modena (Italien) in Handarbeit entsteht, wird mit schwäbischer Sicherheitstechnik ausgestattet. Auch wenn viele Käufer des Zwölfzylinders eher im Wüstenklima zuhause sind, müssen Traktionskontrolle, ESP und ABS aus Abstatt die Testläufe am Polarkreis bestehen.

Bosch Engineering begann 1999 mit 13 Mitarbeitern. Seit dem Umzug 2004 nach Abstatt erleben die Entwickler einen rasanten Aufschwung. Weltweit stehen an 14 Standorten 2200 Namen auf der Lohnliste, davon 1800 in Abstatt. Dort reicht der Platz längst nicht mehr aus, weil auch der von Gerd Steiger geleitete Geschäftsbereich Chassis Systems Control stark expandiert. In Abstatt tüfteln 2300 CC-Experten an Innovationen für Fahrsicherheit und -assistenz.

Für die notwendige Erweiterung werden derzeit 75 Mio. EUR ausgegeben. Drei Komplexe werden entstehen, darunter ein Medizinzentrum. Die Zahl der Mitarbeiter wird auf 4500 steigen. Daneben fließen jährlich 3,5 Mio. EUR in die weitere Optimierung des Standorts. Dazu gehört nicht nur ein Akustik-Prüfstand, sondern auch ein Wasserstofflabor für die Entwicklung von Brennstoffzellen. Hans Georg Frank

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10.12.2016, 06:00 Uhr

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