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Schwäbische Sonntagsküche
Wirtsleute in vierter Generation: Simone und Sven Waldenmaier. Foto: Ingrid Sachsenmaier
Gastro-Tipp

Schwäbische Sonntagsküche

Von Roulade bis Rinderbraten: Im Landgasthaus Hirsch geht's bodenständig, aber gehoben zu.

07.04.2017
  • INGRID SACHSENMAIER

Manolzweiler. Sven und Simone Waldenmaier haben in ihrem Leben immer wieder über den Tellerrand hinausgeschaut. Das merkt man der Speisekarte im Landgasthaus Hirsch in Manolzweiler (Rems-Murr-Kreis) an. Und man schmeckt es. „Was man selber gern isst, das kann man doch auch guten Gewissens seinen Gästen empfehlen“, ist das Credo der beiden Wirtsleute, die das Gasthaus im knapp 500 Meter hoch gelegen Teilort von Winterbach vor 16 Jahren von Simones Eltern übernommen haben – in der vierten Generation.

Den Hirsch als Gastwirtschaft gibt es aber schon viel länger, seit 1629. „Damals war es wohl eine Post-Station, und man hat hier im Hirsch an der Kaiserstraße die Pferde gewechselt“, weiß Sven Waldenmaier. Heute kommen die Gäste aus einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometer, aus dem Raum Stuttgart, Göppingen, dem Filstal und dem Remstal. Ihnen schmeckt die gehobene schwäbische Küche mit internationalen Anklängen, die der gelernte Küchenmeister kreiert. Seine Frau Simone ist die gute Fee in den gemütlich eingerichteten Gasträumen und im Sommer in der Gartenwirtschaft. Und sie ist eine gute Sommelier. Außer renommierten Weinen aus dem Remstal gibt es unter anderem auch Tropfen aus Österreich und dem Tessin.

Rouladen, ein schöner, saftiger Rinderbraten oder Gerichte vom Kalb stehen quasi immer auf der Karte. „Wir wollen vom Kalb alles verwerten, vom Kopf bis zu den Füßen“, erklärt Simone Waldenmaier. Die rosa gebraten Kalbsnierenscheiben mit Dijonsenfkruste, jungem Knoblauch, Kohlrabispaghetti und Röstkartoffeln gehören zum BIB-Menü (laut Michelin ein hochwertiges Menü zu günstigem Preis). Ein Gedicht. Für 35 Euro ist man bestens bedient, bekommt vorneweg ein Süppchen vom Bärlauch mit einer lauwarmen Rauchlachsrose und kann sich beim Dessert „Lucia“ an fünf verschiedenen Kreationen erfreuen.

„Das, was die Leute früher sonntags gegessen haben, als man sich ein paar Stunden Zeit für die Zubereitung genommen hat, das essen unsere Gäste immer noch gern“, sagt Sven Waldenmaier. Bevor er mit seiner Frau im Hirsch einstieg, war er als Privatkoch in Europa unterwegs – so gesellen sich zu der gehobenen schwäbischen Küche etwa Schlutzkrapfen aus Österreich oder ein Carpaccio aus Italien. Alles zubereitet mit regionalen Produkten. Sven Waldenmaier ist Jäger – daher seine exzellenten, geschmorten Wildgerichte. Was wäre ein Landgasthof ohne selbstgemachte Maultaschen und Kartoffelsalat? Beide sind im Hirsch legendär. Für 12,50 Euro wird man redlich satt. Ingrid Sachsenmaier

Info www.hirsch-manolzweiler.de

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07.04.2017, 06:00 Uhr

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