Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Schwäche in Mathe verhindert besseren Platz
SWP GRAFIK Foto: SWP GRAFIK
Pisa-Test

Schwäche in Mathe verhindert besseren Platz

Die Schulleistungen der 15-Jährigen verharren im oberen Mittelfeld. Mit dem beruhigenden Aufwärtstrend seit dem ersten internationalen Vergleichstest scheint es aber vorbei zu sein.

07.12.2016
  • DPA

Berlin. Dämpfer für die Bildungsrepublik Deutschland: Nach zehnjährigem Aufstieg ins obere Mittelfeld haben die Schüler beim weltweiten Vergleichstest Pisa (Programme for International Student Assessment) teils schlechtere Noten kassiert. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) – Ausrichter der Studie für weltweit gut eine halbe Million 15-Jährige – warnte vor nachlassendem Reformschwung.

„Es gibt eine Stabilisierung auf hohem Niveau, auf die man durchaus stolz sein kann“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Claudia Bogedan (SPD) bei der Pisa-Präsentation. Aber es müsse Ziel der deutschen Bildungspolitik sein, „weiter nach oben aufzuschließen“.

Nach den Ergebnissen kam Deutschland in Naturwissenschaften auf 509 Punkte (2012: 524), in Mathematik auf 506 (514). Bei Lesekompetenz steigerten sich die 15-Jährigen auf 509 Punkte (508). Sie schnitten so gut ab wie nie zuvor seit dem Jahr 2000.

Trotz des Leistungsknicks steht Deutschland solide im Vorderfeld der Ränge 10 bis 20. Der aktuelle Report stellt aber fest, dass der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen weiterhin vorhanden ist. Die Kluft habe sich aber seit dem Jahr 2000 „deutlich abgeschwächt“, so Bildungsexperte Heino von Meyer. Sie liegt aber über dem OECD-Durchschnitt. Ein hohes Maß an Bildungsgerechtigkeit schaffen Kanada, Dänemark, Estland und chinesische Großregionen wie Hongkong.

In Deutschland erreichte jeder neunte 15-Jährige Spitzenleistungen – das lag drei Prozentpunkte über OECD-Level. Es gibt aber weiterhin zu viele „Risikoschüler“ mit sehr schwachen Leistungen. So erreichten in Lesekompetenz 16 Prozent nicht einmal die zweite von fünf Leistungsstufen. Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund ist von 19,9 Prozent vor zehn Jahren auf 27,9 Prozent angestiegen. Die Leistungen sind hier weiterhin deutlich unter den Ergebnissen der Schüler ohne ausländische Wurzeln.

Pisa-Sieger ist Singapur. Der Stadtstaat liegt in den drei Bereichen vor Japan und Estland, vor Hongkong und Macao sowie vor Kanada, Hongkong und Finnland. Andere Länder schnitten deutlich schlechter ab als bisher. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball