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Querpass

Schwalbe im Abseits

08.12.2016
  • ARMIN GRASMUCK

Die falsche Flugeinlage, die Timo Werner im Heimspiel gegen Schalke hingelegt hat, ist in den vergangenen Tagen hinlänglich diskutiert worden. Auch wenn er keine erkennbare Reue zeigte: Leipzigs Angreifer hat zugegeben, dass er sich absichtlich fallen ließ, um einen Elfmeter herauszuschinden. Er weiß, dass er fortan im Fokus steht, und er wird sich in nächster Zeit wahrscheinlich standfester auf dem Platz präsentieren.

In welche Ecke des Spielfelds er sich mit seiner Schwalbe katapultiert hat, dürfte Werner bewusst werden, wenn er von den jüngsten Nachrichten erfährt, die von einschlägigen Agenturen verschickt worden sind – verbunden mit der durchaus berechtigten Frage, ob der Absender der Botschaft noch alle Tassen im Schrank hat.

„Wann kommt die nächste Werner-Schwalbe?“, so steht da in großen, fetten Lettern geschrieben. Es ist die unverfrorene Offerte eines Anbieters für Sportwetten. Kein Witz, er wirbt für die Partie der Leipziger am Samstag in Ingolstadt mit drei Varianten: a) Werner lässt sich in der ersten Hälfte des Spiels fallen – Quote 15:1. b) Werner fällt erst nach der Pause ohne Zutun des Gegners – Quote 12:1. c) Werner macht gar keine Schwalbe – Quote 1,02:1.

Spielt der Stürmer ehrlich, ist mit ihm kein Geld zu verdienen. Es ist diese kranke Logik des Geschäfts, die dem reinen Sport einfach keine Chance lässt.

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08.12.2016, 06:00 Uhr

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