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Schwarze Schafe

Zwischen frühem Jarmusch und rüdem Trash: Derb melancholische Schlaglichter aufs Unterschichts-Leben in Berlin.

Zwischen frühem Jarmusch und rüdem Trash: Derb melancholische Schlaglichter aufs Unterschichts-Leben in Berlin.

SCHWARZE SCHAFE
Deutschland

Regie: Oliver Rihs
Mit: Robert Stadlober, Tom Schilling, Oktay Özdemir, Jule Böwe

- ab 18 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
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Manche jammern, dass ihnen das Geld zum Filmemachen fehlt. Andere machen halt einfach mal. Was man mit Enthusiasmus statt Fördermitteln erreichen kann, war gerade in dem Roadmovie „Bis zum Ellenbogen“ zu bestaunen. Noch besser gelungen sind die ähnlich guerrillamäßig erzeugten „Schwarzen Schafe“, die jetzt mit großer Verspätung nach Tübingen trotten.

Der Schweizer Daniel Rihs verstrickt in seinem zweiten Langfilm ein halbes Dutzend Episoden aus den schmuddeligen Ecken Berlins. Zu den Protagonisten zählen zwei arbeitslose Kiffer auf verquerer Suche nach alternativen Lebensformen, ein abgebrannter Hochstapler, der an seiner Liebe zu einer sündhaft teuren Vogue-Redakteurin verzweifelt (Bild), drei Deutschtürken, die so vehement wie ungelenk nach dem ultimativen Sex-Abenteuer dürsten. Die schönste Geschichte spielt auf einem Ausflugsdampfer, wo die Animateurin Charlotte (Jule Böwe) einer alten Studienkollegin die Zahnarztgattin vorgaukelt – was ihr ewig besoffener Freund gekonnt zu sabotieren weiß.

Erfrischend exzessiv springt der Film von der überkandidelten Pubertätsklamotte zur lebensnahen Unterschichts-Groteske. Manchmal kommt man sich vor wie in einer Trash-Parodie der „American Pie“-Serie, während die kunstspröden Schwarzweiß-Bilder ein bisschen an den frühen Jim Jarmusch erinnern. Wer zart besaitet ist, dürfte an den reichlich wabernden Körperflüssigkeiten wenig Freude haben. Allen anderen sei dieser punkig-rotzige, innerlich aber warmherzige und fast immer witzige Undergroundfilm warm empfohlen – erst recht als Erholung von dem abgetakelten Klamauk aus der Münchener Eichinger-Schule.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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12.01.2008

12:00 Uhr

kollateralschaden schrieb:

ZUCKER!!!! <3



05.01.2008

12:00 Uhr

Rossi schrieb:

Genialer Film!!!
Wurde mal wieder Zeit für dunkelschwarzen Humor!!!



22.12.2007

12:00 Uhr

Berkel schrieb:

Die TAZ schrieb zu dem Film:
"Trotz seiner eigentlich vielversprechenden Besetzungsliste mit vielen deutschen Stars: "Schwarze Schafe" ist ein unerträgliches Dauerfeuer an Fäkalhumor, das vielleicht einigen männlichen Spätzündern in der Provinz Spaß bereitet. Mehr nicht."
Dem ist nichts hinzuzufügen.



16.12.2007

12:00 Uhr

R.Ziegler schrieb:

Ihr wollt einen abgedrehten und geilen FIlm sehen, dann seid ihr hier richtig!!!!
Ich habe mich bepisst vor lachen. ich sage nur Fred, der chefsatanist...
Viel SPaß



16.12.2007

12:00 Uhr

H. Roth schrieb:

Bisher zu gut bewertet. Erst sehr lustig und skurril, zieht dann aber seinen Humor immer mehr aus grenzüberschreitender Primitivität. Für mein zartes Gemüt eine Nummer zu deftig, tlw. ekelerregend.



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